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21.06.1996 - 

Big Blue mit Server-zentriertem Ansatz

IBM und Microsoft streiten um Komponenten-Markt

Die beiden weltgrößten Software-Anbieter wollen in etwa dasselbe: ihren Kunden Infrastruk- turen aus Halbfertigprodukten (Frameworks) anbieten, die sich zu individuellen Klassen von Geschäftsobjekten verbinden lassen.

Microsoft hat derzeit die Nase vorn: Die Spezifikationen für seine OLE-basierte "Line of Business Objects" sind fast fertig, die ersten Komponenten ausgeliefert.

Während Microsoft seine Vorteile im Desktop-Markt ausspielt, konzentriert sich IBM auf einen Server-zentrierten Ansatz. So ist das San-Francisco-Projekt hauptsächlich in der AS/400-Division angesiedelt. Der Abschluß ist für Mitte 1997 geplant.

"Klassen von vertikalen Business-Objekten spielen eine wichtige Rolle bei der Art und Weise, wie die Anwender künftig ihre Applikationen erstellen", urteilt Melinda Ballou, Senior Analyst bei der Meta Group Inc., Stamford, Connecticut. "Allerdings steht diese Entwicklung noch am Anfang." Sicher ist die Marktbeobachterin jedoch in einem: Komponenten, die die OLE- und Active-X-Spezifikationen von Microsoft unterstützen, werden am Desktop allgegenwärtig sein.

Andere Insider halten aber auch den Vorstoß der IBM für eine solide Sache - zumal das Unternehmen auf ein umfassendes Know-how auf dem Gebiet der Back-end-Systeme zurückgreifen könne. Darüber hinaus stimme das Timing. "Das Internet wird die Aufmerksamkeit wieder auf den Server und die Anwendungsdienste lenken", prognostiziert David Kelly, Direktor für Anwendungsstrategien bei der Hurwitz Consulting Group Inc., Newton, Massachusetts.

Allerdings melden sich auch skeptische Stimmen zu Wort. Dazu Stan Dolberg, Analyst bei der Forrester Research Inc., Cambridge, Massachusetts: "Es wird total neue Server-Kategorien geben, beispielsweise Inhalte-Server. Und dort hat IBM kein Know-how.