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19.12.2003 - 

Software-Jobs wandern in Niedriglohnländer

IBM und Siemens hegen Offshore-Pläne

MÜNCHEN (CW) - Mit Siemens und IBM planen zwei der bedeutendsten Industrieunternehmen, in großem Umfang hoch qualifizierte Arbeitsplätze in Niedriglohnländer zu verlagern. Der Münchner Konzern will künftig rund ein Drittel seiner Softwareentwicklung an osteuropäischen Standorten erledigen lassen.

Was Arbeitnehmervertreter der Siemens AG bereits im Sommer befürchtet hatten, scheint sich nun zu bestätigen. In den kommenden Jahren wird das Management voraussichtlich ein Drittel der Entwicklungsarbeiten in Niedriglohnländer verlagern. Das erklärte Zentralvorstand Johannes Feldmayer gegenüber der "Financial Times Deutschland". Begünstigt würden vor allem osteuropäische EU-Beitrittsländer.

Neben Entwicklungstätigkeiten will Siemens auch Backoffice-Funktionen wie Buchhaltung oder Personalverwaltung zentralisieren und teilweise auslagern. Erste Schritte sind bereits eingeleitet. Einige Verwaltungsfunktionen für Europa verlegt das Unternehmen derzeit nach Tschechien.

Feldmayer nannte unter anderem Kostenvorteile und das Potenzial hoch qualifizierter Softwareingenieure in Osteuropa als Gründe für die weitreichenden Pläne. Für Siemens gehe es auch darum, von dem erwarteten starken Marktwachstum in der Region zu profitieren. Der Manager kritisierte zudem die Rahmenbedingungen in Deutschland. Damit sei man, verglichen mit den wachstumsstärksten Ländern, "überhaupt nicht zufrieden".

Offshore-Pläne in größerem Umfang verfolgt auch IBM. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf firmeninterne Dokumente berichtet, will der IT-Konzern 4730 Programmierer-Jobs nach Indien, China und in andere Billiglohnländer verlagern. Betroffen seien unter anderem die Standorte Southbury im US-Bundesstaat Connecticut, Poughkeepsie, New York, Raleigh, North Carolina, sowie Dallas in Texas und Boulder in Colorado.

Intern läuft das Vorhaben unter dem Namen "Global Sourcing". Geplant sei unter anderem, Arbeitsplätze im Bereich Application Management zu verlagern, der zur Dienstleistungssparte IBM Global Services gehört. Offiziell äußert sich das Unternehmen bislang nicht zu den Plänen. (wh)