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12.04.2002 - 

Regatta gegen Starkitty

IBM und Sun kämpfen um Midrange-Server-Markt

MÜNCHEN (CW) - IBM und Sun wollen im umkämpften Midrange-Segment des Unix-Marktes punkten. Fast zeitgleich stellen beide Hersteller neue Maschinen vor, die vor allem mit Highend-Funktionen neue Kunden gewinnen sollen.

IBM präsentiert mit dem E-Server "p670" ein neues Modell seiner "Regatta"-Serie. Der Server arbeitet wie sein größerer Bruder "p690" mit den neuen Power-4-Prozessoren, die mit Taktraten von 1,1 beziehungsweise 1,3 Gigahertz werkeln. Die CPUs sind paarweise in Server-on-a-Chip-Modulen integriert, die rechnerintern über einen Hochgeschwindigkeits-Switch miteinander verbunden sind. Mit dieser Technik sollen die neuen Server nach Angaben der Armonker Energie sparen und mehr Leistung bieten als vergleichbare Rechner mit doppelt so vielen Prozessoren.

Partitionen für mehr LeistungDie p670-Maschinen sollen als Vier-, Acht- oder 16-Wege-Varianten auf den Markt kommen. Anwender können mit Hilfe eines Virtualisierungs-Tools bis zu 16 Partitionen auf einem voll ausgestatteten Server einrichten. Dabei werde es laut Hersteller auch möglich sein, den Partitionen einzelne CPUs und kleine Speicherbereiche ab einem Gigabyte zuzuweisen. Konkurrierende Systeme würden mindestens zwei CPUs pro Partition benötigen und damit oft Rechenleistung verschwenden, erklärt Val Rahmani, General Director der p-Serie-Rechner bei IBM. Die Fähigkeit, Server in kleine kostensparende Einheiten aufzuteilen, werde seiner Ansicht nach künftig einen kritischen Faktor im Midrange-Geschäft ausmachen. Ab der zweiten Jahreshälfte sollen sich Partitionen auf p670-Maschinen im laufenden Betrieb dynamisch konfigurieren lassen.

Sun Microsystems will mit seinem neuen "Starkitty"-Server die Lücke zwischen dem Highend-Modell "Sun Fire 15000" und den Midrange-Geräten vom Typ "Sun Fire 6800" schließen. In dem Segment für Rechner mit 24 bis 64 Prozessoren hatte der kalifornische Hersteller bislang wenig zu bieten. Das soll sich mit Starkitty ändern. Die Server sollen etwa die Hälfte der Leistung einer Sun Fire 15000 erbringen. Anders als die IBM-Maschinen will Sun bereits die Möglichkeit zur dynamischen Partitionierung der Systeme bieten, die auch in den Highend-Varianten zur Verfügung stehen.

Mit den neuen Rechnern hat sich auch der Preiskampf im Unix-Midrange-Bereich verschärft. So bewirbt IBM seine p670-Maschine, die ab Ende April verfügbar sein soll, vor allem über den Preis. Für die Basisvariante mit vier CPUs verlangt Big Blue 178000 Dollar. Damit liege man deutlich unter den Kosten für einen vergleichbaren Server vom Typ Sun Fire 4800, der auf etwa 257000 Dollar komme, heißt es in einer offiziellen IBM-Erklärung. Auch die leistungsfähigeren Versionen, die 317000 (acht Wege) und 535000 (16 Wege) Dollar kosten, seien um etwa 20 bis 30 Prozent günstiger als ihre Sun-Pendants.

Preiskampf im Midrange-SegmentÜber Preise und Verfügbarkeit von Suns Starkitty-Server liegen noch keine Informationen vor. Allerdings kontert Sun den IBM-Vorstoß mit einer deutlichen Preissenkung für seine bereits bekannten Midrange-Produkte. Demnach sollen die Preise für Rechner der 3800-, 4800- und 6800-Serie künftig zwischen 18 und 36 Prozent niedriger ausfallen. Laut Martin Häring, Marketing-Direktor für den Bereich Global Sales Operations bei Sun, gelten die Preisnachlässe auch für den deutschen Markt.

Das Midrange-Segment verspricht laut den jüngsten Zahlen von International Data Corp. (IDC) in den nächsten Jahren ein lukratives Geschäft. So sollen die weltweiten Umsätze trotz des allgemeinen Rückgangs im Unix-Geschäft von 11,3 Milliarden im laufenden Jahr auf 13 Milliarden Dollar im Jahr 2005 anwachsen. Den Markt haben Sun, IBM, Hewlett-Packard und Compaq unter sich aufgeteilt. (ba)