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18.05.1984 - 

LAN in Token-ring-Architektur erst in zwei bis drei Jahren:

IBM verkabelt und hält LAN-interessenten hin

STUTTGART (bi) - Im Vorfeld und als Voraussetzung ihres lange erwarteten LAN-Announcements kündigte die IBM in den USA am 8. Mai zunächst einmal ein Verkabelungssystem an. Die eigentliche Ankündigung eines LAN in Token-Ring-Architektur soll erst in zwei bis drei Jahren folgen.

Nach Auskunft der IBM Deutschland ist das System die Vorbereitung für die Verknüpfung aller bestehenden IBM-Systeme, die Ausnahmen seien minimal. Das System beinhaltet demzufolge sowohl Kupfer- (twisted pair) als auch Glasfaserkabel, die mit unterschiedlichen Steckern versehen werden; die Steckdosen sind jedoch einheitlich. Auch PABX könnten über das System miteinander verbunden werden, allerdings "aus rechtlichen Gründen" in zwei getrennten Adern innerhalb der Kabel.

In erster Linie sei das IBM-Kabelkonzept für Neubauten zur Unterputz- und Unterflurverlegung gedacht. Aufträge würden in den USA bereits ab Juli 84 bei verschiedenen Distributoren, auch größeren Installationsfirmen, entgegengenommen.

Der Londoner Newsletter "Infomatics" wertet die IBM-Aktion als "Nonannouncement", und das Wall Street Journal zitiert AMY Wohl, Präsidentin des Beratungsunternehmens Advanced Office Concepts Corp.: "Ich fühlte mich betrogen. Drei Kunden für LAN-Pilotinstallationen habe ich, für sie ist dieses Announcement eine Beleidigung. Sie werden etwas anderes ordern müssen". Sie beschuldigt die IBM mit ihrer Politik der verfrühten Announcements den Wettbewerbern die Marktchancen zu verbauen.