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13.10.2000 - 

Dienstleistung zielt auf Service-Provider

IBM vermietet Speicherkapazität via Netz

MÜNCHEN (CW) - Big Blue plant, im Rahmen seiner Global Business Unit verstärkt Speicherservices anzubieten. IBM adressiert damit Kunden, die sich nicht mit der Konfiguration und Verwaltung eines großen Storage-Pools belasten möchten.

IBMs neue Speicherstrategie baut auf etwa 3000 Servicemitarbeiter, die auf etwa 175 Zentren weltweit verteilt sind. Innerhalb der nächsten Monate sollen weitere 65 Anlaufstellen für Speicherkunden geschaffen werden, erklärt Ginni Rometti, General Manager für Strategiefragen innerhalb des Servicegeschäfts bei IBM.

Das geplante Angebot umfasst die Speicherkapazität, die in speziellen Datenzentren bereitgestellt werden soll. Außerdem wird IBM seinen Kunden verschiedene Management-Services anbieten. Die Preise sollen sich flexibel nach dem jeweiligen Speicherbedarf des Kunden richten. Weitere Kostenfaktoren bilden unterschiedliche Servicelevels sowie der Grad der Datenverfügbarkeit. 95 Prozent der potenziellen Kunden dürften in eine Kategorie zwischen 25 und 75 Dollar pro Gigabyte und Monat fallen, erklärt Roger Schwanhauser, Director für das Speichergeschäft der Armonker. Das Angebot sei in den USA ab sofort verfügbar. Im Laufe des kommenden Jahres sollen entsprechende Programme weltweit ins Rollen gebracht werden.

Die Armonker wollen mit ihren Speicherservices in erster Linie Internet-Service-Provider (ISPs) und Application-Service-Provider (ASPs) ansprechen. Gerade in diesen Bereichen sei der Storage-Bedarf besonders hoch, erklärt Rometti. Analysten von International Data Corp. (IDC) prophezeien den netzbasierten Services im Jahr 2003 einen weltweiten Umsatz von insgesamt 43 Milliarden Dollar. Davon sollen etwa acht Milliarden Dollar auf Speicherdienstleistungen entfallen.

Viele Analysten stehen dem Storage-Outsourcing jedoch noch skeptisch gegenüber. Demnach bestünden bei den meisten Firmen Bedenken, unternehmenskritische Daten einem externen Dienstleister anzuvertrauen. Allerdings könnte ein renommierter Name wie IBM dabei helfen, solche Vorurteile abzubauen, glaubt David Hill, Speicherexperte der Aberdeen Group. Bis dahin müssten die Armonker jedoch noch viel Vertrauensarbeit leisten.