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28.10.2005

IBM verprellt EMC mit Aperi-Initiative

Open-Source-Plattform für Speicher-Management lockt Branchengrößen an.

Für Wirbel sorgte IBM auf der Storage Networking World in Orlando mit der Ankündigung, die Open-Source-Community "Aperi" ins Leben zu rufen. Aperi soll Software zur Erkennung und Verwaltung von Speichergeräten entwickeln. Neben IBM sind derzeit Cisco, Brocade, Computer Associates, Engenio, Fujitsu, McData, Network Appliance und Sun Microsystems Mitglieder von Aperi. IBMs Speicherchefin Laura Sanders erklärte auf der Messe, dass auch EMC eingeladen war, der Gruppe beizutreten, sich aber noch nicht dazu habe durchringen können.

Zu spät informiert

EMCs Entwicklungschef Mark Lewis widersprach dem: "Wir wurden erst 30 Minuten vor Verteilung der Presseerklärung über das Vorhaben informiert." Lewis war über IBMs Alleingang aus zwei Gründen verärgert: "Warum formiert IBM die Aperi-Gruppe im Geheimen, und warum treten sie an die Öffentlichkeit auf einer Messe, die von der Storage Networking Industry (Snia) gesponsert wird?" EMC habe keine Pläne, der Gruppe beizutreten, erklärte Lewis.

Steve Duplessie, Gründer und Senior Analyst der Enterprise Strategy Group, bezeichnet die Gründung von Aperi als ein Mittel, um Hewlett-Packard (HP) zu brüskieren. HP hatte im September die Firma App IQ übernommen, die Software für das Speicherressourcen-Management entwickelt. Mit Aperi wolle IBM auch "EMC vor den Kopf stoßen". Duplessie räumt der Open-Source-Gruppe allerdings wenig Chancen und kaum Aussicht auf Erfolg ein.

Aperi soll ähnlich wie das Tool-Projekt "Eclipse" von einer herstellerunabhängigen und nicht gewinnorientierten Organisation verwaltet werden. Details dazu wollen die Mitglieder in Kürze vorstellen. Die geplante Open-Source-Plattform, die den SMI-S-Spezifikationen der Snia genügen wird, soll kostenlos angeboten werden. Ein erstes Referenzmodell, für das die Mitglieder unentgeltlich Teile ihres Codes einbringen, soll im kommenden Jahr präsentiert werden. (tc/kk)