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02.09.1988 - 

Bis 1995 erwarten Branchenkenner 20 Prozent KI-Anteil am Softwaremarkt:

IBM verstärkt das KI-Engagement

FRAMINGHAM (IDG) - Die Integration ihres Expertensystem-Paketes ESE (Expert System Environment) in die IMS beziehungsweise CICS-Umgebung unter MVS hat IBM für Ende Dezember angekündigt. Insider stehen dem IBM-Vorstoß in Richtung Künstlicher Intelligenz allerdings eher skeptisch gegenüber.

Im gleichen Atemzug mit der ESE-Meldung bot IBM wiederum das bereits bekannte Produkt Knowledgetool sowie eine neue Version der KI-Sprache Common Lisp an. Als zusätzliches KI-Produkt nimmt Mother Blue jetzt das Knowledge Engineering Environment (KEE) der Intellicorp ins Programm. Sie erwarb die Vertriebsrechte aus einem Entwicklungsvertrag mit dem Unternehmen aus Mountain View, Californien. Danach sollte Intellicorp ihr KEE-Produkt, welches schon auf RISC-Workstations und auf Minis lauffähig ist, auch auf IBM-Mainframes portieren.

Darüber hinaus kündigte IBM die Einführung einer PC-Version von ESE für März 1989 an. Damit sollen Expertensystem-Applikationen auf einem Mainframe entwickelt und sodann auf einem PC eingesetzt werden können.

Trotz allen KI-Trubels sind Branchenkenner skeptisch. Der Computerriese sei deswegen so engagiert, weil er bis 1995 einen 20-prozentigen Anteil von wissensbasierten Systemen am Software-Weltmarkt prognostiziere. Harvey Newquist, Herausgeber von "AI-Trends", bewertet daher die Anouncements als "Fortführung der IBM-Strategie passiver Ouvertüren für KI." Seiner Ansicht nach hat IBM seit der Einführung von ESE Ende 1985 nur 500 Programme verkauft, und er fügt hinzu: "Deren Werbeabteilung treibt den Verkauf nicht voran, weil sie keinen großen Markt dafür sieht."