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28.06.2005

IBM verstärkt mit Meiosys sein On-Demand-Portfolio

Die französische Middleware-Firma verfügt über Tools zum Hochleistungs-Computing.

Meiosys mit Sitz in Toulouse und Palo Alto ist spezialisiert auf Software für so genannte Application Relocation. Mit dem auf den Markt für Hochleistungs-Computing zielenden Tool "Metacluster" lassen sich Anwendungen von einem Server oder einer Gruppe von Servern auf andere Maschinen übertragen, ohne die Applikation modifizieren oder neu kompilieren zu müssen.

Metacluster ist außerdem in der Lage, von längere Zeit laufenden Batch-Anwendungen in regelmäßigen Zeitabständen Snapshots anzufertigen, die sich dann zum Wiederstart nutzen lassen, falls die Anwendung irgendwann später abstürzt. IBM erhält durch den Zukauf außerdem Zugriff auf die noch in der Entwicklung befindliche "Record-and-replay"-Technik von Meiosys. Diese soll durch blitzschnelles Failover-Umschalten verhindern, dass Netzverbindungen und Anwendungsprogramme unterbrochen werden. Meiosys wollte sie zusammen mit anderen Techniken in einer speziellen fehlertoleranten Version von Metacluster im kommenden Jahr herausbringen.

Zu den Kunden von Meiosys gehören unter anderem Hewlett-Packard und Sun Microsystems; beide IBM-Wettbewerber setzen Metacluster mit ihrer On-Demand-Hardware ein. IBM will Metacluster im Laufe des Jahres in seine Hochleistungs- und Deep-Computing-Produktlinie integrieren (mit dem "Tivoli Provisioning Manager" arbeitet es bereits zusammen). (tc)