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05.01.1984 - 

IDC-Report analysiert DV-Markt:

IBM verteidigt Standard um jeden Preis

FRAMINGHAM (pi) - Seit Aufhebung der Antitrust-Klage durch die amerikanische Justiz nützt die IBM jede Chance, ihre De-facto-Standards zu verteidigen. Dies ist eine der Kernaussagen des neuesten Industry Report der International Data Corporation (IDC).

Waren nach Ansicht der IDC-Experten bereits die gerichtlichen Schritte gegen Hersteller wie Mitsubishi und NCR Comten bezeichnend gewesen, so zeigten erst die Zugeständnisse von Hitachi und Fujitsu an IBM die volle Tragweite dieser Unternehmenspolitik von Big Blue. Daß Mitsubishi vorläufig darauf verzichtet, im IBM-kommpatiblen Markt mitzumischen, werten die amerikanischen Marktforscher als Vorsichtsmaßnahme: Die Japaner hatten bereits einmal mit Big Blue wegen angeblich gestohlener Software Ärger. Die offizielle Lesart bei Mitsubishi sieht allerdings etwas anders aus: Die Zeit habe bisher nicht ausgereicht, um alle Kompatibilitätsprobleme in den Griff zu bekommen. Bemerkenswert erscheint den IDC-Experten dabei, daß die Entscheidung für eine solche Abwartestrategie zeitlich mit den "Fällen" Hitachi und Fujitsu zusammenfiel.

Ein eigener Abschnitt des neuen Industry Reports ist dem Personal-Computer-Geschäft gewidmet. Hier hätten die Produkte der Marktführer IBM, DEC, Wang, NCR, HP, Honeywell und Data General immer mehr Marktanteile für sich verbucht. Dabei zeichne sich ab, daß die meisten Konkurrenten einen ernsthaften Preiskampf mit Big Blue vermeiden wollten.

Diese Entwicklung bedeutet der Studie zufolge für die diversen kleinen Anbieter jedoch nicht notwendigerweise das Todesurteil und steht auch nicht in direktem Zusammenhang mit den finanziellen Problemen, die Texas Instruments und Atari Kopfzerbrechen bereiten.

Positive Prognosen stellen die IDC-Experten auch für den technisch-wissenschaftlichen Markt. 1982 habe sein Anteil am gesamten Personal-Computer-Geschäft (4,1 Milliarden) 19 Prozent betragen. Zwar könnte sich dieses Ergebnis in Zukunft verschlechtern, doch sei in diesem Bereich immer noch mit Wachstumsraten von jährlich 25 Prozent zu rechnen.