Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.09.1985 - 

Konsequenzen aus der Microsoft-Allianz:

IBM verzichtet auf Concurrent-DOS

MONTERY (CWN) - Die engere Kooperation zwischen IBM und Microsoft zeigt erste Auswirkungen: Big Blue wird die Mikro-Betriebssysteme des Microsoft-Konkurrenten Digital Research Inc. (DRI) im Gegensatz zu früheren offiziellen Erklärungen vorläufig nicht in das eigene Vertriebsprogramm aufnehmen.

Ursprünglich hatte IBM angekündigt, das Multitasking-Betriebssystem Concurrent-DOS 4.1 und die von Digital Research entwickelte Benutzeroberfläche GEM über ihre Vertriebskanäle anzubieten. Den plötzlichen Rückzug erklärt IBM mit internen Mißverständnissen, die zu einer Meldung über den Vertrag mit DRI vor dessen Unterzeichnung geführt hätten.

Wie IBM spielt auch Digital Research die Kehrtwendung herunter: Der Rückzug von Big Blue sei nicht als Entscheidung gegen Concurrent-DOS oder GEM zu verstehen, meinen die beiden Betroffenen übereinstimmend. Bei Digital Research bleibt man zudem optimistisch. John Meyer, für das Marketing zuständig, geht davon aus, daß der Vertrag doch noch geschlossen wird: "Wenn ich von alledem ausgehe, was uns IBM bis heute gesagt hat, gibt es keinen Grund, zu glauben, daß sie nicht bei ihrem ursprünglichen Vorhaben bleiben."

Ein IBM-Sprecher verwies darauf, daß über die Vermarktung der Digital-Research-Produkte noch keine Entscheidung gefallen sei. Einige Fragen seien noch nicht geklärt. Daß sie eindeutig geklärt werden, steht nach dem Abschluß eines Vertrages über die gemeinsame Entwicklung von PC-Systemsoftware zwischen IBM und Microsoft für die meisten Beobachter fest. In den USA wird jetzt darüber nachgedacht, inwieweit das von Microsoft entwickelte Benutzer-Interface "Windows" mittelfristig die IBM-Eigenentwickung "Topview" ersetzen könnte.