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25.01.2002 - 

Nur das Softwaregeschäft legt im vierten Quartal zu

IBM: Von Wachstum keine Spur

MÜNCHEN (CW) - Auch für das vierte Quartal 2001 muss IBM Rückschläge melden. Der IT-Riese übertraf mit seinem Gewinn zwar die Erwartungen der Analysten leicht, doch im Vorjahresvergleich gingen Umsatz und Gewinn zurück.

Auch für die nächsten zwei Quartale rechnet IBM-Chef Louis Gerstner weiterhin mit schwierigen Bedingungen, er sei jedoch davon überzeugt, dass sich die Situation im Laufe des Jahres verbessern werde, hieß es in einem offiziellen Statement. Doch das ist Zukunftsmusik. Zunächst mussten die IBM-Verantwortlichen für einen enttäuschenden Jahresabschluss 2001 geradestehen.

Insgesamt fielen die Einnahmen um elf Prozent niedriger aus als im Schlussquartal des Vorjahres. IBM meldet für das vierte Quartal einen Umsatz von 22,8 Milliarden Dollar sowie einen im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp 13 Prozent gesunkenen Gewinn von 2,33 Milliarden Dollar. Auch im gesamten Geschäftsjahr kam kein Wachstum zustande. Die Einnahmen schrumpften um knapp drei Prozent auf 85,9 Milliarden Dollar (2000: 88,4 Milliarden), und der Profit sank um 4,6 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar (2000: 8,1 Milliarden).

Hauptverantwortlich für die rückläufigen Zahlen war der Hardwaresektor. Hier brach der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 24 Prozent von 11,46 Milliarden auf 8,71 Milliarden Dollar ein. Über das gesamte Geschäftsjahr 2001 gesehen, erwirtschaftete die Sparte rund 33,4 Milliarden Dollar, das sind zwölf Prozent weniger als im Fiskaljahr 2000. Dabei schrieb der Bereich "Technologies und PCs" laut IBM-Finanzvorstand John Joyce ein Minus von 500 Millionen Dollar.

Nun dürfte sich rächen, dass Big Blue viel zu spät auf das schwache PC-Geschäft reagierte. Wie IBM-Chef Gerstner einräumte, sei vor allem der Einbruch in diesem ohnehin margenschwachen Bereich verantwortlich für den heftigen Rückgang des gesamten Hardwaregeschäfts. Gerstner, der bei der Präsentation der Zahlen jedoch zugab, dass dies vorhersehbar gewesen sei, muss sich fragen lassen, warum erst Anfang Januar 2002 konkrete Maßnahmen wie die Auslagerung der PC-Produktion an Sanmina sowie die Einstellung des indirekten Vertriebs ergriffen wurden. Einziger Lichtblick der Hardware-Division war der Umsatz mit Mainframes, der erstmals seit 1989 wuchs. Hier hatte IBM jedoch indirekt Schützenhilfe von der Konkurrenz erhalten. Da sich Amdahl und Hitachi komplett aus diesem Geschäft verabschiedet hatten, kam das Ergebnis nicht allzu überraschend.

Nicht ganz so hart traf es die IBM-Dienstleistungstruppe Global Services, doch dass der Umsatztreiber der vergangenen Jahre überhaupt rückläufige Zahlen präsentierte, gibt zu denken. Im mittlerweile umsatzstärksten Geschäft der Armonker gingen die Einnahmen von 9,19 Milliarden Dollar im letzten Jahresviertel 2000 auf nun 9,06 Milliarden Dollar zurück. Während sich die Geschäfte mit Outsourcing und Wartung als stabil erwiesen, bekamen die Sparten Consulting und IT-Integration die Zurückhaltung der Kunden zu spüren. Immerhin: Über das gesamte Geschäftsjahr 2001 hinweg bleibt auch diese Sparte mit einem Anstieg um 5,4 Prozent auf knapp 35 Millarden Dollar auf Wachstumskurs.

Einzig in der Softwaresparte gelang es IBM, den Umsatz auch im letzten Quartal zu erhöhen und zwar um sechs Prozent auf 3,78 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte IBM hier 3,57 Milliarden Dollar verzeichnet. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von der Nachfrage nach seiner Data-Management-Software sowie nach Websphere-Anwendungen. Beide Produkte steigerten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 40 Prozent. (rs)

Abb: Auf und Ab des Umsatzwachstums

Die Entwicklung der wichtigsten Sparten von IBM verlief in den einzelnen Quartalen des Geschäftsjahres 2001 recht unterschiedlich. Quelle: IBM