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22.02.2002 - 

US-Börsenaufsicht ermittelt auch gegen Nvidia

IBM wegen Bilanzierungstrick unter Beschuss

MÜNCHEN (CW) - Nach Nortel Networks und Qwest stehen jetzt auch IBM und der Grafikchiphersteller Nvidia im Verdacht, Investoren durch irreführende Buchhaltung getäuscht zu haben. Nach einem entsprechenden Bericht der "New York Times" brachen die Aktienkurse der beiden Unternehmen um 4,6 beziehungsweise acht Prozent ein.

Dem Zeitungsbericht zufolge hat IBM den Verkauf einer Tochterfirma an den Glasfaserhersteller JDS Uniphase im vierten Quartal nicht als außerordentlichen Posten verbucht, sondern den Erlös im Wert von 300 Millionen Dollar als Teil des operativen Gewinns ausgewiesen und auf diese Weise trotz allgemeiner Branchenflaute einen satten Quartalsgewinn erzielt. IBM rechtfertigt sein Vorgehen damit, dass die Veräußerung als Verkauf von geistigem Eigentum anzusehen und damit korrekt verbucht sei.

Investoren werfen dem Konzern jedoch vor, nicht deutlich genug auf seine kreative Buchführung hingewiesen zu haben. Im Geschäftsbericht begründet Big Blue den Gewinnzuwachs im vierten Quartal mit erhöhter Produktivität und dem gesteigerten Verkauf bestimmter Produkte, von den JDS-Uniphase-Geld ist nicht die Rede. Auch gegen den Grafikchiphersteller Nvidia ermittelt die US-Börsenaufsicht SEC wegen irreführender Bilanzierung. Geklärt werden soll laut Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang, ob 3,6 Millionen Dollar Umsatz, die im zweiten und dritten Quartal des vergangenen Jahres verbucht wurden, korrekterweise in die Bilanz des ersten Quartals hätten einfließen müssen. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Bilanzprüfung keine ernsten Folgen für das Unternehmen haben wird - schon allein deshalb, weil der Fall bereits ein Jahr zurückliege. (sp)