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13.10.1989 - 

Luftfahrtriese hat wenig Freude an CAD-Division

IBM will Lockheeds kränkelnde DV-Tochter Cadam erwerben

NEW YORK (CW) - Die IBM verhandelt mit Lockheed über den Kauf von Cadam. Big Blue soll, Brancheninsidern zufolge, 100 Millionen Dollar für die CAD/CAM-Software produzierende DV-Tochter des Luftfahrtkonzerns geboten haben.

Obgleich auch japanische Unternehmen - allen voran Nippons größte Softwareschmiede GSK - mitgeboten haben, seit der Lockheed-Konzern im April dieses Jahres bekanntgab, er wolle sich von seiner DV-Division trennen, vermuten Insider, daß IBM den Zuschlag bekommt.

Der Computergigant ist laut Wall Street Journal vor allem deshalb an Lockheeds DV-Tochter interessiert, weil zwei Drittel der IBM-Kunden, die leistungsstarke CAD/CAM-Tools benutzen, Cadam-Produkte gekauft haben. Sollte der Kauf gelingen, wäre außerdem die Linientreue des Software-Produzenten wiederhergestellt, der seit kurzem auch Software für Nicht-IBM-Hardware entwickelt.

Nach ihrem DV-Höhenflug in der ersten Hälfte der 80er Jahre sah sich das Lockheed-Management im April dieses Jahres genötigt, ihren Computertöchtern Cadam, Calcomp, Metier und Lockheed Dataplan Lebewohl zu sagen (siehe CW vom 14. April 1989 Nr. 16). Gemessen am Gesamtertrag von 10,5 Milliarden Dollar trugen sie mit 600 Millionen Dollar zuwenig zum Geschäftsergebnis bei.

Allerdings verliefen die Verkaufsverhandlungen für Lockheed eher enttäuschend. Experten behaupten, daß Lockheeds Hausbanken zwar versucht haben, den Preis auf 200 Millionen Dollar zu treiben, indem sie IBM gegen die japanischen Bewerber ausspielten. Als sich nach Aufsplittung der Gemeinkosten, jedoch höhere Verluste bei Cadam herausstellten als erwartet worden war, rutschte der Preis nach unten. IBM und Lockheed verweigerten einen Kommentar zu den Verhandlungen.