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09.11.1990 - 

IBM rüstet Version 550 mit mehr MIPS und Mflops aus

IBM will mit neuer RS/6000 den RISC-Markt überrollen

NEW YORK/STUTTGART (CW) - Auf der New Yorker Unix Expo hat IBM einen neuen High-end-Rechner der RISC-System/6000-Familie angekündigt: Ab März 1991 soll das Modell 550 in den USA als Powerstation oder Serverstation ausgeliefert werden. In Deutschland ist die Auslieferung nach Angaben der Stuttgarter IBM-Tochter vom Juni nächsten Jahres an geplant.

Mit für IBM-Verhältnisse relativ niedrigen Preisen will der Marktführer nach Meinung von Analysten Druck auf die Konkurrenz ausüben: Rund 135 000 Dollar soll das neue Flaggschiff der RS/6000-Reihe kosten, eine Sumnme, die angesichts der gebotenen Leistungen als ungewöhnlich niedrig eingeschätzt wird. Dagegen muß der Anwender hierzulande laut Pressemitteilung der deutschen IBM 293 240 Mark zuzüglich Mehrwertsteuer berappen.

Die Fähigkeiten des auf der Submicron-Chip-Technologie beruhenden Rechners reichen, so verspricht IBM, bis in den Supercomputer-Bereich hinein. So weist das neue Modell mit einer Taktrate von 41,6 Megahertz eine deutlich höhere Prozessorgeschwindigkeit auf als das 30-Megahertz-System 540. Bei den als Referenzwert aussagekräftigen Specmarks erzielt der IBM-Rechner einen Wert von 54,3. Mit diesem Wert läßt Big Blues Top-Modelle den bisherigen Spitzenreiter Mips mit dem RC 6280-System (42,2) deutlich hinter sich.

540-Anwender sollen aufrüsten können

Leistungsdaten von 56 bis 62 MIPS und 23 bis 27 Mflops könnten sogar Supercomputer-Anwender locken - das zumindest hofft Jeff Mason, IBMs Marketing-Direktor für AIX und Workstations. Für den Anwender sei es einfacher und preiswerter, mit einer eigenen Maschine zu arbeiten als hohe Gebühren für Rechenzeit am Supercomputer zu zahlen, so die Argumentation des Marktführers.

Anwender der Powerstation 540, die mit 44,3 MIPS und 16,5 Mflops über deutlich weniger Leistung verfügen, sollen schon im April nächsten Jahres auf die neue 550-Konfiguration aufrüsten können. Nach Ausführungen von Phil Hester, IBMs Direktor des Workstation-Entwicklungszentrums, müssen hierfür allerdings eine neue CPU sowie entsprechende Speicher-Boards gekauft werden.

Auch das kleinere Modell 530 soll auf den neuen "Turbo-Porsche" - so die Bezeichnung von IBM-Sprecher Hester - hochgerüstet werden können. Entsprechende Möglichkeiten will Big Blue im dritten Quartal nächsten Jahres anbieten.

Die Arbeitsspeicher-Kapazität des neuen Rechners liegt nach Angaben eines IBM-Sprechers bei 64 MB und läßt sich auf 512 MB erweitern. Der Plattenspeicher-Platz beträgt mindestens 800 MB und kann auf 2,5 GB ausgebaut werden.

Big Blue wird seine 4-Mbit-Speichertechnologie, die bisher nur im Powerserver 540 erhältlich ist, nicht nur dem neuen Rechnermodell 550, sondern allen Plattformen der RS/6000-Reihe zugrunde legen; darüber hinaus sollen neue 32- und 64MB-Speicherkarten zur Verfügung gestellt werden.

Auf diese Weise erhalten die Modelle 520, 530, 730 und 930 erstmals einen Arbeitsspeicher-Bereich bis zu 512 MB. Eine neue Version des AIX-XL-Fortran-Compilers 16000 kündigt Big Blue ebenfalls zum März 1991 an. Der Compiler ist mit einem optimierten Preprocessor ausgestattet. Benchmark-Ergebnissen zufolge erlaubt die neue Version 2.0 eine Verbesserung der Systemleistung um etwa 25 Prozent.