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27.04.1990 - 

Begrenzter Support auch für das Netz-Management

IBM will MVS und VM OSI-tauglich machen

WHITE PLAINS (IDG) - Big Blue stimmt seine Betriebssysteme MVS und VM auf Offenheit ein. Das sogenannte OSI Communications Subsystem für MVS wird bereits ausgeliefert; die VM-Version soll im Mai zur Verfügung stehen.

Das im September 1988 angekündigte System implementiert nicht nur OSl-Protokolle auf IBM-Hosts, sondern ermöglicht zudem, von einem Großrechner auf OSl-Netzwerke via VTAM und NCP zuzugreifen. Allerdings erntete die Produkteinführung bisher nicht nur Lob: Bemängelt werden der Preis von 80 000 Dollar für die Einstiegsversion und die hohe Systembelastung im Hinblick auf Host-Prozessor-Ressourcen.

Dennoch eignet sich das Produkt - nach Ansicht von Norman Weizer, Analyst bei Arthur D. Little - gerade für solche Unternehmen, die auf Links ihrer IBM-Systeme zu den standardbewußten europäischen Anwendern angewiesen sind.

Ein potentieller Anwender ist die World Bank of America. Sie hofft, innerhalb der nächsten Jahre an GOSIP orientierte offene Verbindungen einzusetzen. Hier zögert man jedoch mit einem endgültigen Urteil über die neuen Versionen, da aus der Sicht des Geldinstituts OSI-Produkte noch reifen und ihre echte Interoperabilität unter Beweis stellen müssen. In bezug auf IBM laute die Hauptfrage. inwieweit es gelinge, den eigenen OSl-Support in sämtliche "Operating"-Umgebungen, SAA inbegriffen, einzubinden.

Zu Produkten mit OSl-Kompatibilität gehört beispielsweise auch Decnet Phase V. Es entspricht auf den ersten vier Ebenen ISO-Standards und unterstützt auf den weiteren Ebenen sowohl proprietäre als auch offene Normen.

X.400 nach ISO ist für dieses Unternehmen eigentlich schon ein alter Hut; es steht seit 1986 zur Verfügung. Eine volle OSI-Kompatibilität ist nach Einschätzung der World Bank jedoch erst seit kurzem gegeben.

Das IBM-Kommunikationssystem verfügt außerdem über Netz-Management-Features. Einschlägige OSI-Komponenten können Alarmmeldungen mit IBMs Netview austauschen.

Die Netz-Management-Funktionalität gilt allerdings nur eingeschränkt, weil sich der IBM-Support eigentlich nur auf Protokolle erstreckt, wie sie von der "Manufacturing Automation Protocol Users Group" definiert wurden. Diese für einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren eingefrorenen Normen stehen aber nicht mit dem "Common Management Information Service" und dem "Common Management Information Protocol" der ISO im Einklang.