Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.11.1991 - 

Akers: mehr Kunden- und Serviceorientierung

IBM will rascher auf neu Marktverhältnisse reagieren

TOKIO (IDG) - John Akers prophezeit eine leichte Erholung der IBM Corp. bis Ende dieses Jahres und weiterhin im Jahr 1992. Bei einer Veranstaltung in Tokio versprach der Big-Blue-Chef außerdem einen kulturellen Schwenk und verwies auf neue Produkte und strategische Allianzen, die dem Unternehmen wieder auf die Sprünge helfen würden.

Nachdem mit Hardware kaum noch etwas zu verdienen ist, sieht Akers die Zukunft der "neuen" IBM verstärkt im Software- und Services-Geschäft. Vier Milliarden Dollar hat sich Armonk nach seinen Angaben als Umsatzziel für 1992 in diesem Markt gesetzt; in den kommenden Jahren soll dieses Volumen kontinuierlich weiter steigen. Auch die Fertigung von Produkten für andere Marken scheint jetzt für die Zukunft IBMs größere Bedeutung zu erhalten: Schon 1993 erwartet Akers einen Umsatz von drei Milliarden Mark im kürzlich aufgenommenen OEM-Geschäft.

Geht es nach Akers' Willen dezentrales Management und ebensolche Entscheidungsstrukturen das Profil von IBM in der Zukunft prägen. Sein Versprechen: "Ab 1992 werden Sie eine IBM sehen, die schneller auf den Beinen ist, um besser auf Marktveränderungen antworten zu können." Fluchtpunkt der Entwicklung werde eine exaktere Ausrichtung an den Forderungen der Kunden sowie am Dienstleistungsgeschäft sein.

Einige Pinselstriche zum blauen Bild sollen offenbar auch externe Partner beitragen: In weltweit über 300 Allianzen ist die IBM nach den Worten ihres Chefs engagiert. Als besonders wichtige Zusammenarbeiten zitierte er das Systemsoftwareventure mit der Apple Computer Corp. und die Zusammenarbeit mit der Siemens AG bei der Halbleiter-Entwicklung. Durch diese Strategie will Big Blue seine Mitarbeiterzahl -verkleinern können. Von den 405 000 Mitarbeitern, die der DV-Riese im Spitzenjahr 1986 beschäftigte, werden bis Ende dieses Jahres bereits 55 000 nicht mehr dabei sein.