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28.02.1997 - 

AS400-Anwendern soll weicher Übergang ermöglicht werden

IBM will RISC-Migration erleichtern

Für die rund 16 Millionen AS/400-Anwender, die ihre Applikationen noch auf CISC-basierten Maschinen fahren, hat IBM gute Nachrichten. Obwohl die Version 3, Release 2, des OS/400-Betriebssystems als die letzte CISC-Version der Software gilt, werde der Hersteller nach wie vor kleinere Funktionen hinzufügen und neue Peripheriegeräte unterstützen, teilte ein Sprecher mit. Darüber hinaus soll der Support für das Betriebssystem, der ursprünglich im Oktober 1998 beendet werden sollte, bis weit über das Jahr 2000 hinaus bestehen bleiben.

Gleichwohl möchte Big Blue Anwendern den Übergang auf die RISC-Architektur erleichtern. So sollen einige Umstellungsschritte, die bisher von Hand ausgeführt werden mußten, mit der Software "Migration Assistant" automatisiert werden. Dadurch soll der Umstieg beschleunigt und potentielle Fehlerquellen ausgeschaltet werden.

Einbindung in PC-LANs wird verbessert

Für den Einsatz der AS/400 in PC-basierten Netzen hat IBM eine Reihe von Maßnahmen angekündigt. Über eine Steckkarte mit der Bezeichnung "Pentium Integrated Server", die inzwischen mit einer 166-Megahertz-CPU bestückt wird, unterstützen die Rechner künftig auch den "Lotus Domino Server 4.5". Den Angaben zufolge können auf diese Weise bis zu 16 Pentium-basierte Server-Module auf einem AS/400-Rechner laufen. Geplant sei außerdem die native Unterstützung von Domino für die AS/400.

Mit Hilfe der Software "AS/400 Operations Navigator" sollen sich die Midrange-Maschinen demnächst von Microsofts "Explorer" und "Network Neighbourhood" aus unter Windows 95 und Windows NT verwalten lassen. So könnten etwa System-Management-Aufgaben wie das Erstellen von Benutzerprofilen oder die Konfiguration von Druckern unter einer Windows-Oberfläche erledigt werden.

Durch die Weiterentwicklung der Software "Client Access" ließen sich künftig auch Windows-NT- und Macintosh-Clients an die AS/400 anbinden, so der Hersteller. Das Betriebssystem OS/400, Version 3, Release 7, das ab 28. Februar verfügbar sein soll, bietet ferner eine Reihe zusätzlicher Funktionen wie etwa die native Unterstützung des IPX-Protokolls. Benutzer können damit sowohl auf AS/400-Server als auch auf PC-Server in einem Novell-Netware-Netz direkt zugreifen. Bisher mußten zu diesem Zweck Programme wie "Netware for SAA" oder "Microsoft SNA Server" zu Hilfe genommen werden.

Auch in puncto Backup melden die Marketiers Verbesserungen. Mit dem Integrated PC Server und Novells "S-Backup" oder Cheyennes "Arcserve" können AS/400-Anwender jetzt auch Novell-Netware-Dateien auf Bandlaufwerke sichern oder wiederherstellen. Netware-Administratoren konnten bisher lediglich LAN-Bandlaufwerke benutzen, die nicht an die AS/400 angeschlossen waren.

Zu den Erweiterungen gehören ferner zusätzliche E-Mail-Funktionen. AS/400-Benutzer könnten künftig das neue Lotus-cc:Mail für das Internet auf Windows-95-Clients nutzen, verspricht IBM. Dabei sei auch die Interoperabilität mit "Officevision/400" gewährleistet. Durch die Unterstützung des Mime-Protokolls (Mime = Multipurpose Internet Mail Extension) könnten die E-Mails auch Grafiken sowie Audio- und Videodaten enthalten. Der Hersteller sieht die AS/400 in der Zukunft auch in der Rolle eines Mail-Servers, der in der Lage sei, mehrere tausend POP-3-Mailboxen zu unterstützen.