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02.04.2004 - 

Hersteller hält Ansatz für praxistauglich

IBM wirbt für aspektorientierte Softwareentwicklung

MÜNCHEN (CW) - Nach mehrjährigem internem Gebrauch sieht IBM die Zeit gekommen, seine Programmierwerkzeuge auch für eine aspektorientierte Softwareentwicklung auszulegen. Letztere verspricht eine höhere Codequalität und soll die Arbeit von Entwicklern beschleunigen helfen.

Hinter dem Begriff der aspektorientierten Softwareentwicklung verbirgt sich ein Ansatz für das Design und die Implementierung von objektorientierten Softwaresystemen unter Verwendung von Aspekten. Letztere kapseln Eigenschaften und Anforderungen eines Softwaresystems, die dieses an mehreren Stellen beeinflussen und somit durchdringen (Cross-Cutting Concern). Beispiele für solche Stellen sind Sicherheitsüberprüfungen, die dauerhafte Speicherung von Objekten, die Synchronisation von Threads, die Fehlerbehandlung, die Optimierungen und bestmögliche Ausnutzung von Ressourcen sowie das transparente Caching von Daten.

Nachdem erste kommerzielle Hersteller wie die Jboss Group und Intentional Software angekündigt hatten, die aspektorientierte Entwicklung in Form von Frameworks zu ermöglichen, hatten unter anderem Bea Systems und IBM Gleiches verlauten lassen. So hält Daniel Sabbah, Vice President Strategy and Development bei Big Blue, die Technik nach zehnjähriger Forschung und zwei Jahren produktiven Einsatzes für reif. Sie verbessere die Qualität des Programmcodes signifikant und beschleunige die Entwicklungsarbeiten.

Eclipse-Projekt übernimmt Arbeit

IBM hatte zunächst im Rahmen des Projekts Aspect J an entsprechenden Spracherweiterungen des Java-Standards gearbeitet und diese dann an das Eclipse-Projekt übergeben. Nun will der Hersteller im Lauf der nächsten zwei Jahre die Ergebnisse aus Aspect J in seine Java-Entwicklungsumgebung "Websphere Application Developer" einbringen. So sind beispielsweise Wizards geplant, die Entwickler bei der Arbeit mit Aspekten unterstützen sollen. Langfristig ist zudem eventuell vorgesehen, die hauseigenen Ansätze für eine modellgetriebene Softwareentwicklung und den Einsatz von Aspekten zu kombinieren.

Zu den weiteren Aktivitäten der IBM zählt das Forschungsprojekt "Concern Manipulation Environment". Dieses beschäftigt sich mit der Entwicklung von Werkzeugen, die alle Aufgaben bei der Arbeit mit aspektorienterter Software abdecken sollen und zugleich diverse Programmiersprachen unterstützen. Ferner läuft unter der Bezeichnung "Aspect X" ein Projekt, das untersuchen soll, wie sich Aspekte mit auf Web-Services basierenden Prozessen kombinieren lassen könnten. (as)