Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

05.01.1990 - 

So sehen US-Analysten die Systemwelt zur Jahreswende

IBM wird auch 1990 den Markt der Mainframes beherrschen

FRAMINGHAM (IDG) - Im neuen Jahr wird wohl wieder Marktführer IBM den Ton bei Midrange- und Großrechnern angeben. Davon gehen zumindest US-Branchenkenner aus.

Nach einer Umfrage unserer US-Schwesterzeitschrift Computerworld sehen Analysten folgende Trends für die nächsten zwölf Monate.

- Mainframes: Hier wird nach optimistischen Erwartungen für 1990 endlich die Vorstellung des 3090-Nachfolgers "Summit" erwartet. Andere nehmen an, der Summit werde erst 1991 oder 1992 vorgestellt. Für diesen Fall erwarten Marktbeobachter einen weiteren 3090-Upgrade für 1990. Dieses Gerät soll dann die Lücke zwischen der 1983er Serie 3090 J und dem Summit schließen. Die Optimisten schließen das aus, weil der 3090 jetzt am Ende seines Produktzyklus angekommen sei und IBM unbedingt bis 1991 höhere Einnahmen im Mainframegeschäft benötigt.

- Amdahl und Hitachi: Sie werden wohl abwarten müssen, was IBM macht. Hitachi wird nach Analystenmeinung Anfang des Jahres einen High-end-Mainframe herausbringen, der die 3090 J übertrifft. Erwartet wird eine 50 MIPS Ein-Prozessor-Maschine. Amdahl hatte bereits Ende 1989 seine 5990-Serie in Richtung 3090 J positioniert.

- Minicomputer: Die großen Mini-Hersteller werden sich weiter in Richtung Mainframe orientieren. So werden Tandem und Digital ihre 1989 angekündigten Nicht-IBM-kompatiblen Mainfame ausliefern.

- Mittlere Großrechner: 1990 soll auch endlich mit dem Modell 4391 ein Nachfolger für die mittleren Großrechnersysteme 4381 kommen. Dazu gehört dann auch ein neuer Speicherzusatz mit höherer Transferrate. Der 4391 mit einer Leistung von rund 8 MIPS soll ab Jahresmitte ausgeliefert werden.

- Peripherie: Das Problem mit den Speicherplatte muß Big Blue nach Analystenansicht 1990 in den Griff bekommen. Schließlich geht es hier um Einnahmen in Milliardenhöhe und um Fragen der Glaubwürdigkeit des Unternehmens in diesem Bereich.

-Unisys und Bull: Sie werden im kommenden Jahr ihre neuen Top-end-Mainframes 2200 (Unisys) und DPS 9000 (Bull) auf den Markt bringen. Donald Bellomy, beim Marktforschungsunternehmen IDC zuständig für Großsysteme, meinte von den beiden Herstellern sollte man nicht viel Neues erwarten. Vielleicht wird Unisys doch noch ein neues High-end-Modell seiner A-Serie bringen, die aus der Ex-Burroughs-Ecke des Hauses kommen könnte. Bull wird sich nach seinem Unix-Engagement von 1989 verstärkt im Mini-Bereich engagieren müssen.

- Proprietär oder offen: Für die Minicomputerszene wird 1990 zu einem entscheidenden Jahr. Es werde sich nach Analystenansicht zeigen, ob es möglich ist, zweigleisig, nämlich "proprietär" und "offen", zu fahren.

- Weitere IBM Pläne: Bereits im Januar soll IBM den 6160-Nachfolger mit dem Codenamen "Rios" vorstellen. Er soll auf einem proprietären RISC-Chip basieren und unter einem darauf abgestimmten Unix-Betriebssystem laufen.

- AS/400: Hier wird IBM zwei neue Modelle bringen und die Preise im Low-end-Bereich noch im ersten Halbjahr 1990 senken.