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02.12.1983 - 

Anstoß für inländische Computerproduktion:

IBM wird PC auch in Australien fertigen

CANBERRA (VWD)-IBM wird im nächsten Jahr die Produktion seines neuen Personal Computers in Australien aufnehmen. Damit erhält die noch in den Anfängen begriffene australische Produktion von Computer-Hardware einen kräftigen Anstoß, heißt es in einem Korrespondentenbericht der Bundesstelle für Außenhandelsinformation (BfA). Bisher gibt es nur etwa sechs australische Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Minicomputer selbst entwickelt beziehungsweise zum größten Teil ausländische Geräte und Verfahren weiter entwikkelt haben.

Nach den jetzt bekanntgegebenen Planungen wird IBM über ihre 100prozentige Tochtergesellschaft IBM Australia Ltd in den nächsten fünf Jahren bis zu 100 Millionen australische Dollar in das Computerprojekt investieren. IBM Australia montiert bisher in ihrem Fertigungsbetrieb Wangaratta in Nord-Victoria elektrische Selectric-Schreibmaschinen für den Absatz in Australien. Diese Fertigung soll im April 1984 auslaufen. Wangaratta wird dann auf den Bau der Kleincomputer umgestellt, die ab dem zweiten Halbjahr 1984 zunächst auf dem australischen Markt ausgeliefert werden sollen Für 1985 ist die Aufnahme von Exportlieferungen nach Neuseeland und südostasiatischen Märkten vorgesehen. Über die geplanten Produktionszahlen wurden von IBM noch keine Angaben gemacht.

Das Werk Wangaratta wird weltweit die dritte Produktionsstätte für IBM-PC sein; die beiden anderen Betriebe befinden sich in Boca Raton-/Florida und Greenock/Schottland. Der vor zwei Jahren in den USA herausgebrachte erste IBM-PC wurde erst im Frühjahr 1983 auf dem australischen Markt vorgestellt. Im März dieses Jahres folgte das stärkere Modell PC-XT. Nach Brancheninformationen sollen beide Modelle zusammen schon Verkaufszahlen von annähernd 50 Stück pro Monat in Australien erreicht haben.

IBM will eng mit australischen Softwareherstellern bei der Entwicklung neuer Softwareprodukte zusammenarbeiten. In den beschlossenen Gesamtinvestitionen ist auch die Einrichtung und der Ausbau eines Software-Entwicklungs- und Supportzentrums in Sydney enthalten. Das Zentrum wird speziell entwickelte Softwareprogramme der australischen Industrie zur Anwendung in IBM-Computer übernehmen.

Gleichzeitig sollen australische Softwareprodukte auch international über das neue Zentrum in Sydney von IBM vermarktet werden. Generell sollen Software und Dokumentation für die IBM-Personal Computer in Australien produziert werden. IBM wird ferner sukzessive auch mehr Komponenten für die Montage der Personal Computer und für andere IBM-Produkte von australischen Zulieferbetrieben beziehen. Diese Käufe werden von dem Unternehmen auf insgesamt rund 27 Millionen australische Dollar in den ersten fünf Jahren veranschlagt.