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24.08.1990 - 

Auf der Suche nach neuen Märkten

IBM wirft seine Netze jetzt verstärkt nach Osteuropa aus

WIEN (vwd) - Big Blue verstärkt sein Engagement in Osteuropa. In allen osteuropäischen Ländern sollen die bestehenden IBM-Büros zumindest zu Repräsentanzen aufgewertet werden.

Die in Wien ansässige und für Jugoslawien, Albanien, Bulgarien, die CSFR, Polen, Rumänien und Ungarn verantwortliche Service- und Marketing-Organisation IBM Roece Inc. (Regional Office Europe Central and East) will Kompetenz, Personal und Know-how an die osteuropäischen Niederlassungen abgeben.

Die Entwicklung der osteuropäischen Länder sei unterschiedlich, deshalb sollten die "blauen Büros" individuell auf die Verhältnisse abgestimmt sein, sagte IBM-Roece-Managing-Director Eugen Hahn vor Journalisten in Wien. Man könne daher noch nicht sagen, ob in allen von IBM Roece betreuten Ländern eigene Gesellschaften errichtet werden. Als Orientierungshilfe könne nach Ansicht von Hahn das Beispiel IBM Ungarn dienen. Rund hundert Mitarbeiter werden in der als rechtlich selbständigen Gesellschaft beschäftigt.

Die Mitarbeiterzahlen sollen in allen Ländern kräftig steigen. In Jugoslawien haben die Armonker bisher eine Generalvertretung mit 500 Mitarbeiter, in der CSFR mit einem Office und in Polen mit einer Repräsentanz sind sie vertreten. Verstärken will Hahn die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, die spezifische Branchenlösungen anbieten. Zudem soll Prag in die internationale Vernetzung noch 1990 einbezogen werden.

Seit April 1990 können Unternehmen in Ungarn über IBM-Links mit ihren westlichen Mutterunternehmen kommunizieren. Big Blue könne nahezu die gesamte Palette von PCs bis zu Großanlagen liefern, wobei man etwa in Polen, Ungarn und der CSFR die Bewilligungen am leichtesten bekomme. Trotz Devisenknappheit in den osteuropäischen Ländern werden weiter "überdurchschnittliche" Wachstumsraten erwartet.

IBM Roece exportierte 1989 Dienstleistungen im Volumen von 37 (1988: 44) Millionen Mark. IBM Österreich erzielte 1989 einen Umsatz von knapp einer Milliarde Mark, der Gewinn betrug 74,5 Millionen Mark.