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11.01.1980

IBM-Wissenschaftler entdecken neue Methode:Drahtlose Datenübertragung via Infrarot

RÜSCHLIKON (sg) - Wissenschaftler des IBM-Forschungslaboratoriums in Rüschlikon bei Zürich haben eine neue Methode für die drahtlose Übermittlung von Daten in einem geschlossenen System demonstriert; übermittelt wird durch Wellen im Infrarotbereich. Die Experimente können zur Anwendung bei Computern mit lokalen Netzen mit kleineren Terminals führen, die individuelle Aufgaben lösen, wie Sortieren von Schecks, Lagerkontrolle, Überwachung von Industrierobotern etc.

Die drahtlose Übertragung von Daten könnte vor allem in Großraumbüros, Fabrikhallen oder Lagergebäuden sehr nützlich werden. Radiowellen eignen sich zwar auch für die drahtlose Übermittlung von Daten, aber Infrarotwellen können durch elektronische Störungen nicht beeinflußt werden und sind zusätzlich besser bündelbar.

Heute sind Terminals in der Regel durch koaxiale Kupferkabel mit dem Computer oder mit einer zentralen Steuereinheit verbunden, die ihrerseits mit dem Hauptcomputer über Telefonleitungen in Verbindung steht. Dies bedeutet, daß jeder Einbau eines neuen Terminals notwendigerweise die Installation eines neuen Kabels nach sich zieht. Dasselbe gilt, wenn ein Datensichtgerät auch nur an einen neuen Standort verschoben werden soll.

Hans Müller, Leiter der Infrarotgruppe im IBM-Labor, meint, daß die Verdrahtungskosten noch steigen und wegen der damit verbundenen Arbeitsleistungen sich in der Zukunft kaum senken werden. Inzwischen findet eine Evolution der Funktionen und der Beziehungen zwischen dem Computer und den intelligenter werdenden Terminals statt. Die Endgeräte müssen nicht ständig mit dem Hauptcomputer verbunden bleiben sondern brauchen nur sporadisch mit ihm Kontakt aufzunehmen. Die zu übermittelnden Daten sind oft gering.

Aus diesem Grund suchte man nach neuen Möglichkeiten, mit denen Terminals drahtlos kommunizieren könnten. Sie mußten preislich mit den Kostenstrukturen übereinstimmen, durch die sich Computereinrichtungen der kommenden Generation auszeichnen werden. Der Infrarotbereich ist für diese Zwecke vielversprechend.