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Telecom-Anlage soll mehr als nur digital vermitteln können:

IBM zielt auf europäischen ISDN-Markt

16.10.1987

STUTTGART (ab) - Mit einem weltweiten Announcement will der Branchenprimus jetz sein Engagement im Bereich der digitalen Nebenstellenanlagen forcieren. Das Telekommunikations-System 8750 entspricht nach Aussagen der IBM Deutschland den Anforderungen der Telekommunikationsordnung (TKO); die FTZ-Zulassung wird für Juni nächsten Jahres erwartet.

Entwickelt wurden die 8750 ebenso wie das Pendant 9750 für Amerika und Asien von der von IBM 1984 übernommenen Rolm Corp., die damit erstmals ein Telecom-Produkt für ihre Muttergesellschaft konzipierte. Die Fertigung der Systeme für den europäischen Raum übernimmt die IBM-Division Integrated Services Switching System (ISSS) im britischen Havant.

Als ISDN-fähiges Sprach- und Datenvermittlungssystem präsentierte Ulf Bohla, zuständig bei der IBM für das Marktsegment Telekommunikation und Komplexe Systeme, die mit einer Durchschaltkapazität von 295 Megabit pro Sekunde ausgestattete 8750. Die tatsächliche Aufrüstung zum ISDN-Gerät will Mother Blue später bei Verfügbarkeit kostenlos vornehmen.

Die digitale Anlage ist modular aufgebaut, verfügt über V.24- und X.25-Schnittstellen und ermöglicht 100 bis 3000 Nebenstellenanschlüsse. Erweitern läßt sich diese Kapazität durch weitere Schränke. Außerdem können 8 bis 360 Amts- und Querleitungen sowie bis zu 16 Abfrageplätze an die 8750 angebunden werden. Dem Benutzer bietet das System zudem Konnektivität zu den lokalen Netzen Token-Ring und PC-Network, zu Host-, Abteilungs- und Arbeitsplatz-Rechnern.

In IBM-Netze, bestehend aus den analogen 3750- oder 1750-PBX-Anlagen, ist die 8750 integrierbar; hierbei kann das digitale Produkt mit der 3750/1750 als Haupt- oder Nebensystem vernetzt werden oder diese ersetzen. Darüber hinaus läßt sich die 8750 in das Netzwerksteuerungs- und -überwachungssystem NetView einbinden.

Für den Einsatz im neuen Telecom-System wies Ulf Bohla auch auf die digitale Telefon-Familie "Rolmphone" hin, die in drei Ausbaustufen weltweit bislang rund 1,5-millionenfach installiert worden ist und deren Verkaufsgeschäft durch die 8750 nun erneut florieren soll. Auf dem bundesdeutschen Markt wird die Vermittlungsanlage allerdings erst im Oktober 1988 verfügbar sein. Erstmals vorgeführt wird die IBM 8750 auf der Telecom '87 in Genf.