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18.01.1991 - 

Big Blue zur Konzentration der Produktion gezwungen

IBMs Berliner Produktionsstätte wird Software- und Servicecenter

STUTTGART/MÜNCHEN (CW) - Das Berliner IBM-Produktionswerk für Magnetplattenspeicher und Bankautomaten wird in ein Software- und Servicezentrum umgewandelt. Die Speichersubsystem-Produktion soll in Mainz konzentriert werden. Verbunden mit diesen Maßnahmen ist ein Stellenabbau von rund 180 Arbeitsplätzen.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" meldet, macht Hans-Olaf Henkel, Geschäftsführungsvorsitzender der IBM Deutschland GmbH in Stuttgart, weltweite Überkapazitäten in der Fertigung und einen dramatischen Preisverfall für die Umstrukturierungen verantwortlich, die bis Mitte 1995 abgeschlossen sein sollen. Auch der stufenweise Wegfall der Berlin-Förderung sowie die hohen Kostenbelastungen am Standort Deutschland kämen erschwerend hinzu.

Die Berliner Produktion von Magnetplattenspeichern verlagert die IBM nach Mainz, wo bislang schon die Entwicklung und Produktion der Massenspeicher-Subsysteme angesiedelt ist. Noch bis mindestens Ende 1994 soll ferner die Fertigung von Bankautomaten in Berlin verbleiben.

Das Düsseldorfer Rechenzentrum will Big Blue dagegen einschließlich der Dienstleistungstätigkeiten für die stationäre und mobile Vorsorge der Kunden vom Rhein an die Spree verlagern. Anwendungsentwicklung und das internationale Einkaufszentrum waren bisher schon in Berlin-Marienfelde lokalisiert. In der deutschen Hauptstadt baut die IBM zudem den Betrieb Kundeninformationssysteme neu auf und etabliert den bislang in Stuttgart ansässigen Zentraleinkauf (Volumen: rund drei Milliarden Mark).

Mit diesen Maßnahmen sind weitere Stellenreduzierungen verbunden: Bislang arbeiten im Berliner IBM-Werk etwa 900 Beschäftigte. Nach den Ortsverschiebungen sollen in Marienfelde noch 450 Mitarbeiter an einem neuen Arbeitsplatz tätig sein, insgesamt jedoch nur noch 750 Mitarbeiter Lohn und Brot finden. Der notwendige Stellenabbau soll über die bei der IBM bekannten Personalmaßnahmen wie Fluktuation etc. durchgeführt werden.