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Quartalsergebnis des Armonker Computerkonzerns steigt nur durch äußere Faktoren:


23.10.1987 - 

IBMs Betriebsgewinn ist weiter rückläufig

ARMONK (CW) - Nur durch "Windfall Profits" - Gewinne, verursacht durch Faktoren, die nichts mit dem eigentlichen Geschäft zu tun haben - konnte die IBM Corp. im dritten Quartal das Geschäftsergebnis verbessern. Der Verkauf von Intel-Aktien, Währungsgewinne und Steuervorteile sorgten für einen Gewinnanstieg um 12 Prozent auf 1,21 Milliarden Dollar.

Damit erzielte Big Blue zum ersten Mal seit Frühjahr 1986 wieder eine Steigerung beim Quartalsergebnis. Zuletzt hatte der Gewinn im 1. Quartal letzten Jahres geringfügig zugenommen - von 986 Millionen auf 1,01 Milliarden Dollar. Seither lag in jedem Berichtszeitraum der Profit unter dem Vorjahreswert. Wie schon im Sommer letzten Jahres profitierte die IBM insbesondere von dem gefallenen Dollarkurs, der den Umsatz (12,7 nach 11,9 Milliarden Dollar) um fast eine halbe Milliarde Dollar besser aussehen ließ und den Gewinn um immerhin 85 Millionen Dollar.

Zu diesen ungeplanten Einnahmen addierten sich 80 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Intel-Aktien und ein fiskalischer Vorteil: Der mit 38 Prozent um 3,2 Punkte günstigere Steuersatz sparte dem Konzern weitere 62 Millionen Dollar, die sonst in die Staatskasse geflossen wären. Ohne diese Windfall Profits von insgesamt 227 Millionen Dollar hätte Big Blue das sechste Quartal hintereinander mit rückläufigem Gewinn abgeschlossen.

Um nun aufs Jahr gerechnet wenigstens das Ergebnis von 1986 zu halten, müßte Big Blue im vierten Quartal beim Gewinn 16,5 Prozent zulegen - und das, obwohl bereits die zwölf Prozent im dritten Quartal aus dem laufenden Betrieb nicht zu erwirtschafter, gewesen wären. Im laufenden (und für das Geschäftsjahr entscheiden) Quartal liegt der Dollarkurs mit 1,80 Mark um etwa zehn Prozent unter dem Wert von 1986; die Relationen zu anderen wichtigen Währungen wie Yen entwickelten sich vergleichbar.

Der Umsatz stieg im Berichtsvierteljahr währungsbereinigt um 2,7 oder nominal um 6,9 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Davon stammt real das größte Plus aus dem Hardwaregesäft, das um 700 Millionen Dollar oder 9 Prozent auf 8,43 Milliarden Dollar wuchs. Prozentual verbesserte sich am stärksten die Software, die die IBM zwecks günstigerer Darstellung im Gegensatz zu früheren Jahren nicht zusammen mit der Wartung ausweist: Während der Maintenance-Sektor auf 1,89 (1,9) Milliarden Dollar praktisch stagnierte, wuchs der Bereich Software um 20 Prozent auf 1,62 (1,35) Milliarden Dollar.

Dem Vermietungsgeschäft, am dritten Quartal 1986 mit 626 Millionen Dollar beteiligt, schlug Big Blue die "übrigen Dienstleistungen" zu. Daher wird jetzt hier ein Umsatz von 788 nach 935 Millionen Dollar gemeldet. Bei gleichbleibenden "übrigen" Diensten hieße das, daß die Mieteinnahmen inzwischen auf unter eine halbe Milliarde Dollar abgesunken sind.