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16.07.2004 - 

Bis zu zehn logische Partitionen pro Prozessor

IBMs p5-Server: Mehrere Betriebssysteme pro CPU

MÜNCHEN (kk) - IBM hat die neue Server-Familie "eServer p5" vorgestellt. Die Unix-Rechner arbeiten mit dem leistungsstärksten Power-PC-Prozessor "P5", der im Mai in der "iSeries" (vormals AS/400) debütierte.

IBM verschmilzt Zug um Zug die beiden Server-Familien der Mittelklasse. Was sich früher RS/6000 und AS/400 nannte, wurde zuerst in P- und I-Series umbenannt und erfährt nun erneut eine Namensänderung: In Anlehnung an die im Mai präsentierte "i5"-Familie kommt jetzt mit "p5" das Unix-Pendant. Beide Serien verwenden den 64-Bit-Chip Power 5 und unterscheiden sich nach Angaben von Peter Pötschulat, IBMs Consulting IT-Architect P-Series, "technisch hauptsächlich durch Firmware und das Betriebssystem".

Big Blue startet die p5-Familie mit den drei Modellen "520", "550" und "570". Die Zwei-Wege-Maschine p5-520 lässt sich mit bis zu 34 GB Memory bestücken und nutzt ebenso wie der Vier-Prozessor-Server p5-550 (maximal 64 GB Hauptspeicher) den mit 1,65 Gigahertz getakteten Chip. Beide Rechner sind im Tower oder für das Rack lieferbar. Als Betriebssystem bietet Big Blue die hauseigene Unix-Variante AIX 5L in den Versionsnummern 5.2 und 5.3 sowie Linux an.

Das derzeitige Flaggschiff p5-570 arbeitet mit bis zu 16 CPUs, die mit 1,9 Gigahertz getaktet sind. Der Hersteller ordnet dieses Modell der Mittelklasse zu, denn noch in diesem Jahr soll mit der "Squadron" ein 64-Wege-System auf den Markt kommen. Zusätzlich zu AIX und Linux kann der p5-570 im nächsten Jahr auch mit dem Betriebssystem "i5/OS" der Schwesterlinie betrieben werden. Mit der Vorstellung der i5-Rechner im Mai dieses Jahres wurde auch das ehemalige Betriebssystem OS/400 umbenannt. Anders als die i5-Serie, die volle AIX-Unterstützung bietet, wird der p5-Serie nach Aussagen von Pötschulat die Systemsoftware i5/OS der Schwesterlinie allerdings nur auf vier CPUs zur Verfügung stehen.

IBM betont, dass in den neuen Servern gleichzeitig mehrere Betriebssysteme genutzt werden können. Anders als in älteren Maschinen auf Basis des Power-4-Chips, die pro CPU ein Betriebssystem nutzen konnten, soll jetzt jeder Prozessor bis zu zehn Instanzen von Systemsoftware akzeptieren. Ein vollausgebautes p5-570-System lässt sich in 160 Partitionen unterteilen. Big Blue nennt diese Technik Mikropartitionierung, die Manager Pötschulat so erklärt: "Das ist die Möglichkeit, logische Partitionen kleiner als ein Prozessor einzurichten. Jeder P5 lässt sich in bis zu zehn logische Partitionen unterteilen und für jede Partition ein Betriebssystem installieren, die nicht identisch sein müssen." Damit können auf einer CPU beispielsweise verschiedene Tests oder Applikationen unter verschiedenen AIX-Versionen ablaufen.

Power 5 - das Herzstück

IBMs neuer Chip enthält insgesamt 276 Millionen Transistoren und - wie schon der Vorgänger Power 4 - zwei Prozessorkerne. Zusätzlich verfügt jeder Rechenkern über die Fähigkeit zum simultanen Multithreading und arbeitet pro Taktzyklus zwei Threads ab. Der Chip wird derzeit in 130-Nanometer-Technik gefertigt. Die Breite der Kupferleiterbahnen soll aber im nächsten Herstellungsverfahren auf 90 Nanometer reduziert werden.