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27.03.1998 - 

Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt

IBMs PC-Division paßt sich immer stärker dem Markt an

"Als Profit-Center wären wir vor einigen Jahren ruckzuck pleite gewesen", bekennt Robert Moffat, Hauptverantwortlicher ("General Manager Operations") für Big Blues inzwischen wieder 13 Milliarden Dollar schweres PC-Geschäft. Damals endeten die meisten der PC-Produkte der IBM irgendwo in den Regalen von Kaufhäusern und führten zu Milliardenverlusten. Zu wenige interessante, weil marktorientierte Modelle hatte man seinerzeit im Portfolio. Die Marktführerschaft ging verloren, der einstige Clone-Hersteller Compaq nahm dem PC-Erfinder die Butter vom Brot.

Das aber ließen sich die Armonker nicht ewig bieten. 1994 engagierte Lou Gerstner seinen einstigen Amex-Kollegen Richard Thoman als PC-Verantwortlichen. Ihm folgten Samuel Palmisano und schließlich Moffat. Unter der neuen Chefetage wurde die unübersichtliche Angebotspalette gründlich ausgemistet. Moffat warb nach Angaben des "Wall Street Journal" sogar den für das Beschaffungswesen zuständigen Dell-Manager ab, um die Komplexität der Systeme zu verringern (siehe Tabelle).

Seither attackiert die IBM ihre Konkurrenten vor allem über radikale Preissenkungen. Als Compaq jüngst den Erwartungen der Analysten für das Ergebnis des kommenden Quartals einen Dämpfer verpaßte, verwiesen die Texaner explizit auf die Kampfpreise aus Armonk bei PC-Servern und Notebooks, deretwegen viele hochpreisige Compaq-Geräte in den Regalen liegen blieben.

Aber auch wenn IBMs PC-Mannschaft im vergangenen Jahr mit 18 Prozent erstmals seit langem ein Wachstum über dem Marktdurchschnitt (16 Prozent) hinlegte: Es ist immer noch ein weiter Weg zum mehr als doppelt so großen Zuwachs bei Compaq, und die fast astronomisch anmutenden 62 Prozent bei Dell scheinen unerreichbar.

IBM ohne Cyrix

Obwohl von der hauseigenen Microelectronics Division produziert, hat die IBM den Cyrix-Chip "6x86" stillschweigend aus ihrer "Aptiva-E"-Serie gestrichen und durch das Konkurrenzprodukt "K6" von Advanced Micro Devices (AMD) ersetzt. Unternehmenssprecher William Runyon wollte jedoch die Hintergründe des Sinneswandels nicht näher erläutern und verwies lediglich auf den "zyklischen Charakter" des Produktdesigns.