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21.05.2008

Icahn bekommt Unterstützung für Vorstoß bei Yahoo! - WSJ

NEW YORK (Dow Jones)--Der Milliardär Carl Icahn hat laut einem Zeitungsbericht weitere Unterstützung für sein Vorhaben bekommen, den Board des Internetdienstleisters Yahoo zu stürzen. Der texanische Milliardär T. Boone Pickens habe dem Sender CNBC am Dienstag gesagt, er habe 10 Mio Aktien der Yahoo! Inc gekauft, was einem Anteil an der Gesellschaft aus Sunnyvale von knapp 0,75% entspreche, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ).

NEW YORK (Dow Jones)--Der Milliardär Carl Icahn hat laut einem Zeitungsbericht weitere Unterstützung für sein Vorhaben bekommen, den Board des Internetdienstleisters Yahoo zu stürzen. Der texanische Milliardär T. Boone Pickens habe dem Sender CNBC am Dienstag gesagt, er habe 10 Mio Aktien der Yahoo! Inc gekauft, was einem Anteil an der Gesellschaft aus Sunnyvale von knapp 0,75% entspreche, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ).

Er "springe mit Carl" ein, sagte der Investor. "Er steigt zuerst ein, und ich ziehe nach." Ein Sprecher von Pickens wollte dies nicht weiter ausführen. Icahn war laut "WSJ" für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Yahoo-Aktionären zufolge ist es noch zu früh, um über einen Erfolg von Icahn zu spekulieren. Der Investor hatte jüngst eine Liste mit zehn Kandidaten für den Verwaltungsrat von Yahoo vorgestellt, die er den Anteilseignern auf der kommenden Hauptversammlung Anfang Juli vorschlagen will.

Aktionäre und Beobachter verweisen darauf, dass das Vorhaben von Icahn in engem Zusammenhang mit einem Gebot von Microsoft für Yahoo stehe. Ohne eine Offerte des Softwarekonzers aus Redmond - oder zumindest einem klaren Signal, dass es eine solche geben könnte - würden einige Yahoo-Aktionäre wahrscheinlich weniger geneigt sein, die Kontrolle über das Unternehmen an Manager abzugeben, die von Icahn ernannt worden sind.

Microsoft hatte eine nicht abgesprochene Offerte für Yahoo Anfang Mai zurückgezogen, vor wenigen Tagen allerdings angekündigt, diese Option noch einmal in Erwägung zu ziehen. Aus informierten Kreisen hieß es zuletzt, Microsoft verhandele inzwischen mit Yahoo über die Übernahme des Bereichs Werbung und Suchmaschinen. Microsoft wollte dies nicht kommentieren.

Zu den Befürwortern des Vorstoßes von Icahn bei Yahoo zählt laut "WSJ" auch der Hedgefondsinvestor John Paulson. Dessen Paulson & Co habe im ersten Quartal 50 Mio Yahoo-Aktien entsprechend 3,7% besessen. Paulson habe vor wenigen Tagen angekündigt, für die von Icahn vorgeschlagenen Kandidaten stimmen zu wollen. Er hoffe allerdings, dass Microsoft noch vor der Hauptversammlung Anfang Juli eine Vereinbarung zur Übernahme von Yahoo abschließen werde.

Der von Daniel Loeb geleitete aktivistische Hedgefonds Third Point LLC hat seit Ende März mehr als 4 Mio Yahoo-Aktien erworben und halte somit inzwischen weniger als 10 Mio Anteile, zitiert das Blatt aus Kreisen. Auch er unterstütze das Vorgehen des Investors Icahn.

Eine Yahoo nahestehende Person äußerte die Meinung, dass Icahn derzeit keine reelle Chance auf eine Neubesetzung des Boards mit seinen Kandidaten habe. Er verwies auf die Unterstützung des Unternehmens durch die bestehenden Aktionäre, darunter die Gründer Jerry Yang und David Filo, die 10% halten, sowie Capital World Investors mit knapp 10%. Allerdings sei unklar, ob Capital World Investors dem Internetunternehmen gegenüber seine Unterstützung in irgendeiner Weise klar gemacht habe, schreibt die Zeitung.

Ein Sprecher von Yahoo sagte, es sei unangebracht, dass das Unternehmen über das mögliche Abstimmungsverhalten spezieller Anteilseigner spekuliere.

Webseiten: http://www.microsoft.com http://www.yahoo.dom -Von Kevin J. Delaney und Jenny Strasburg, Wall Street Journal +49 (0)69-29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/bam/cbr

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.