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25.09.1981 - 

Londoner Management stellt sich in Paris vor:

ICL setzt auf Kleinrechner-Systeme

PARIS (hh) - Eine Änderung der ICL-Produktpolitik kündigte der geschäftsführende Direktor des britischen Computer-Konzerns, Robb Wilmot, vergangene Woche in Paris an. Das Engagement auf dem Gebiet kleiner Computersysteme soll verstärkt, die Serie 2900 entstaubt werden.

Ein erster Schritt hin zu kleinen Systemen wurde über das Abkommen mit dem amerikanischen Hersteller "Three River Computer", Pittsburgh, getan. In einem Vertriebs- und Produktionsabkommen ist vorgesehen, daß ICL den Rechner "Perq" unter der Bezeichnung "System 25" anbietet. Die Londoner haben sich die Perq-Rechte für Europa, Afrika und Australien gesichert.

Im März 1982 soll mit der Lizenzfertigung in eigenen Produktionsstätten begonnen werden. Für den amerikanischen Markt bleiben die Vertriebsrechte bei Three River. Der 16-Bit-Rechner kostet gegenwärtig rund 25 000 britische Pfund, jedoch sei daran gedacht, gemeinsam mit den Amerikanern eine Billig-Version zu entwickeln.

In zwei Jahren soll laut Wilmot die Hälfte des Umsatzes auf kleine Systeme entfallen. Wie der ICL-Boß betonte, sei das Unternehmen auf der Suche nach Partnern mit innovativen Produkten, die unter Lizenz vermarktet werden können.

Von Branchen-Beobachtern geäußerten Vermutungen, ICL verhandle mit Fujitsu, wurden in Paris ausweichend beantwortet. Es fänden Gespräche mit anderen Herstellern statt, so Wilmot, aber es sei zu früh, Konkretes zu sagen. ICL-interne Überlegungen zur Serie 2900 nähren diese Gerüchte. So erklärte Wilmot schon im Juli, daß die Serie ausgedünnt werden solle (siehe CW 31/81, Seite 30). Jetzt kündigte die ICL-Spitze für 1982 ein neues System im dem Großrechnerbereich an. Vorabinformationen zufolge soll die Novität zwar die Architektur der 2966 haben, aber mit japanischen Chips ausgerüstet werden.

Ein gemeinsames Merkmal aller neuen ICL-Produkte, so hieß es in Paris, sei die Datennetz-Fähigkeit.

Wenig Neues wurde zur Ertragslage gesagt. Durch den Abbau von 4200 Arbeitsplätzen in Großbritannien verringerten sich die Lohnkosten um rund 60 Millionen Pfund. Eine einmalige Entlastung von 40 Millionen Pfund verspreche man sich vom Abbau der Lagerbestände.