Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.07.1996 - 

CMOS- und Pentium-Pro-Prozessoren

ICL sieht die Zukunft in Intel-CPUs

Die bestehende Modellpalette soll sukzessive verändert werden, die erste Stufe wurde für das erste Quartal des kommenden Jahres avisiert. Die "SX"-Rechner am oberen Ende des Leistungsspektrums werden durch CMOS-basierte Maschinen ersetzt. Die Prozessoren kommen dabei von der ICL-Mutter Fujitsu. Die bisher unter dem Codenamen "SY" gehandelten Rechner sollen neben Open VME auch Unixware unterstützen, das auf einem separaten Pentium-Pro-Chip laufen wird. Die SY-Rechner sind skalierbar auf bis zu vier Prozessorknoten mit je vier CMOS-Prozessoren und erreichen damit eine Leistung von 500 MIPS. Die einzelnen Knoten können bis zu zwei Kilometer voneinander entfernt installiert werden, für Peripheriegeräte darf die Distanz sogar maximal 40 Kilometer betragen.

Die am unteren Ende des Mainframe-Bereichs angesiedelten "DX"- Maschinen sollen durch die "DY"-Modelle ersetzt werden, in denen bis zu vier Pentium-Pro-CPUs arbeiten. Die DY-Rechner werden ebenfalls den Betrieb von Open VME und Unixware auf einem System unterstützen und Leistungsdaten von einer bis zehn MIPS erreichen.

Im Zuge der Fokussierung von ICL auf Intel-basierende Systeme wird das Unternehmen seine strategische Partnerschaft mit der Pyramid Corp., in deren Rahmen ICL in Großbritannien die Unix-basierten "Nile"-Systeme anbietet, zum Ende des kommenden Jahres beenden. Gleiches droht möglicherweise Suns Sparc-CPUs, die ICL derzeit noch in den massiv-parallelen "Goldrush"-Datenbankrechnern einsetzt. Seit Einführung des Systems im Oktober 1993 konnte die Firma allerdings erst zehn Systeme installieren. Nach Aussagen von Fred Lawton, dem strategischen Manager für Hochleistungssysteme bei ICL, sollen auch hier Intel-Prozessoren zum Einsatz kommen, sobald diese leistungsfähig genug sind.

Bei der Entwicklung kommender Rechnergenerationen will sich ICL voraussichtlich auf die von Intel für 1998 angekündigte "Merced"- Prozessorlinie stützen. Die darauf basierenden Rechner sollen in der Lage sein, gleichzeitig die Betriebssysteme Windows NT, Unixware und ICLs Mainframe-OS "Open VME" zu unterstützen.