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26.03.1976 - 

Die Briten haben zugegriffen

ICL übernimmt Singer-International

LONDON - Bis zum Jahresende sollen die "International Operations" der Singer Business Machines Division voll in die englischen ICL-Organisation eingegliedert sein. Die Management-Verantwortung soll ICL schon am 1. April übernehmen. Das sieht eine Vereinbarung zwischen dem Nähmaschinen-Konzern, der sich aus dem Computergeschäft zurückzieht, und dem größten europäischen Computer-Hersteller vor.

Nahtloser Übergang

Die bisherige Singer-Produktpalette soll beibehalten werden. Die Regelung stellt sicher, daß die Lieferung von Singer-Produkten und der Kundendienst nahtlos weitergehen. Vereinbart wurde ferner, daß Singer (bei der die Cogar Corp. als Tochtergesellschaft verbleibt), ICL und TRW (sie hat die Betreuung des US-Kundenstammes von Singer übernommen) künftig kooperieren werden.

Die internationale Singer-Organisation ist in 15 Ländern, und zwar in Europa sowie in Australien, Südafrika und Mexiko, tätig und arbeitet in 18 anderen Ländern mit selbständigen Händlern zusammen. Sie setzte mit 3400 Mitarbeitern im vorigen Jahr 340 Millionen Mark um. ICL hatte 1974/75 einen Gesamtumsatz von 1,3 Milliarden Mark, davon 512 Millionen im Export.

Von verschiedenen Tochtergesellschaften, die zur internationalen Singer-Organization gehören, war in jüngster Zeit betont worden, daß sie profitabel arbeiten, beispielsweise in der Schweiz und in Deutschland.

Keine Produktion

Die Singer Computer GmbH Nürnberg machte in der Bundesrepublik etwa 50 Millionen Mark Umsatz und beschäftigt 420 Mitarbeiter. ICL ist nach seinem Deutschland-Umsatz (für 1975/76 geplant: 70 Millionen Mark) etwas größer, nach der Mitarbeiterzahl (292) etwas kleiner - Singer hat in Europa lediglich eine Vertriebs- und Kundendienstorganisation - produziert wurde ausschließlich in den USA. Es ist bisher allerdings nicht bekannt geworden, daß sich bereits ein Käufer für die Singer-Produktionsstätten gefunden hätte.

Für ICL, die ihren Hauptumsatz immer noch in England macht (nationaler Marktanteil etwa 30 Prozent), ist der Zukauf nicht nur als Stärkung der Position auf dem kontinentaleuropäischen Markt interessant: Die Engländer, die bisher auf dem Kontinent in Frankreich die meisten Umsätze machten, wollen spätestens 1980 ihre höchsten nicht-britischen Europa-Umsätze auf dem größten europäischen Computermarkt, nämlich in der Bundesrepublik, erzielen. Wichtigster außereuropäischer ICL-Markt ist Australien, wo auch Singer eine Niederlassung hat. Die Produktionsprogramme der beiden Firmen ergänzen sich gut - es gibt kaum Überschneidungen zwischen den ICL-Rechnern und der kleinen Singer-Systemen sowie den Terminals. -py