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17.08.1984 - 

Auch ITT möchte bei möglicher Briten-Fusion mitmischen:

ICL und STC führen intensive Gespräche

LONDON (CW) - Die britische Telekommunikationsgruppe Standard Telephone and Cables (STC) und der Computerhersteller ICL haben Ende vergangener Woche die Übernahmeverhandlungen aufgenommen. Es handele sich um einen Informationsaustausch in Permanenz, erklärte ein ICL-Sprecher, bei dem beide Firmen bemüht seien, ihre Vorteile herauszuarbeiten.

STC hatte unerwartet von dem ebenfalls unter englischer Fahne produzierenden DV-Hersteller ICL 9,8 Prozent der Aktien gekauft und eine Übernahme des restlichen Kapitals angekündigt. Gesamtpreis: 356 Millionen englische Pfund. ICL, erklärte ein Sprecher der deutschen Tochter, fühle sich zwar von der Offerte geschmeichelt, lehne die Höhe jedoch als indiskutabel ab. Man gehe davon aus, daß die gemeinsamen Gespräche auf eine Verbesserung des STC-Angebotes abzielten.

Das Übernahmeangebot lasse die normalerweise erwartete Aggressivität vermissen, schreibt die renommierte "Financial Times", STC habe sich statt dessen für eine taktvolle Annäherung entschieden.

Die Telekommunikations-Gruppe ist bemüht, das Angebot auszubalancieren. Einerseits will man den ICL-Wünschen entgegenkommen, andererseits möchte man den eigenen Interessen nicht zuwiderhandeln und zuviel bezahlen. Nichtsdestoweniger erwartet STC, das Aktienangebot um fünf Prozent vergrößern zu müssen.

In Hintergrund der Verhandlungen allerdings mischt noch ein Dritter mit, der amerikanische Konzern ITT, mit 35 Prozent an Standard Telephone beteiligt. Wenn es zu einer Fusion zwischen den beiden britischen Unternehmen käme, verringerte sich der Anteil ITTs auf 26 Prozent. Die Amerikaner aber möchten mit 29,9 Prozent an den verschmerzten Kapitalien beteiligt sein. STC hat den Wunsch von ITT nach einer Beteiligungserhöhung als einen Vertrauensbeweis in die erwogenen ICL/STC-Ehe interpretiert.