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28.04.1978

IDC: 1980 in der Bundesrepublik 120 000 Datenstationen installiert Vierfaches Wachstum für Terminals prognostiziert

MÜNCHEN (CW) - In den vergangenen Jahren sind in der DV insbesondere in der Datenfernverarbeitung verschiedene Begriffe entstanden, deren eindeutige Definition immer noch Schwierigkeiten bereitet.

Begriffe wie Verbundnetz, Endbenutzer-Konzept, Front-End-Konzept, Distributed Processing, Zentralisation oder Dezentralisation, SNA-Computerverbund etc. sind vorzüglich geeignet, vor allem beim ohnehin geplagten Anwender für Verwirrung zu sorgen. Die aufgeführten Begriffe kennzeichnen Formen des Distributed Processing. Sie lassen sich einmal von der Seite der technischen Anschlußbedingungen definieren oder aber von der organisatorischen Ablauffunktion.

Die Technokraten stellen die Anschlußproblematiken und Schnittstellen in den Mittelpunkt von Verbundnetzen mit Terminals, Computern, Frontend-Rechnern und so weiter. Die organisatorischen Ablaufplaner hingegen gehen davon aus, daß eine Verarbeitungsaufgabe wirtschaftlich vertretbar gelöst werden muß.

Im allgemeinen ist "Distributed Processing", wenn bestimmte Phasen des automatisierten Datenverarbeitungsprozesses außerhalb des eigentlichen Rechenzentrums vorgenommen werden. Funktionen, die sonst der Zentralcomputer und seine Peripherie ausführen, werden von Anlagen übernommen, die außerhalb eines Rechenzentrums installiert sind.

DFV-Konsolidierung

Entscheidend für die Abgrenzung der Begriffe ist danach nicht, ob offline oder online erfaßt oder verarbeitet wird, sondern lediglich die Möglichkeit, eine Aufgabe arbeitsmäßig zu zerteilen. Die Datenfernverarbeitung hat sich jedoch, unabhängig von den verschiedenen Definitionen und deren Realisierung im Netzwerk bereits weitgehend konsolidiert.

Für die nächste Zeit ist wohl nicht mit der Einführung einer technologisch aufregend neuen Computergeneration zu rechnen. Naheliegender ist die fortschreitende Modernisierung bestehender technischer Grundlagen, mit der Folge eines kontinuierlich

günstiger werdenden Preis-/Leistungsverhältnisses.

Aufgrund dieser Entwicklung rücken weitere Rationalisierungsmöglichkeiten durch Datenfernverarbeitung in greifbare Nähe.

Parallel dazu wird die Qualität der Dienstleistung für den Endbenutzer ständig gesteigert.

Das quantitative Anwachsen vor, Anbietern auf dem Sektor von Hardwarekomponenten im Rahmen von Datenfernverarbeitung wird verdeutlicht durch den sprunghaften Anstieg der Ausstellerzahl sowohl auf der Hannover Messe als auch auf der Systems in München.

Während die Fachwelt im Zeitraum von 1976 bis 1980 bei Datenstationen mit einem Wachstum um den Faktor 4 rechnet, steht dem ein Wachstum in der gleichen Zeit von lediglich 1,4 bei Computern entgegen. Geht man von I etwa 100 000 ausgelieferten Datenstationen im Jahre 1975 in Westeuropa aus, so würde dies ein Anwachsen auf I über 450 000 Auslieferungen in 1980 bedeuten.

120 000 Terminals

Am Markt der Bundesrepublik zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. Während der Absatz von Terminals im Jahre 1975 noch bei etwa 23000 Stück lag, werden bis 1980 als Folge des sich abzeichnenden Trends annähernd 120 000 Terminals den Weg zum Kunden finden.

Besonders interessant dabei ist, daß sowohl in Westeuropa als auch in der Bundesrepublik der Anteil der nichtprogrammierbaren Datenstationen um

die Hälfte zugunsten programmierbarer Datenstationen zurückgehen wird.

Neben dieser Entwicklung, die Distributed Processing mit programmierbaren Datenstationen oder branchenspezifischen Datenstationen erst möglich macht, wird außerdem ein sich wesentlich günstiger gestaltendes Preis-/Leistungsverhältnis bei den unterschiedlichen Datenstationstypen zu erwarten sein.

Dem technologischen Fortschritt entsprechend wird bis 1980 programmierbaren Datenstationen- mit einem Preisverfall von ungefähr 30 Prozent, bei nicht programmierbaren von annähernd 65 Prozent gerechnet.

Lediglich spezifische Terminals wie Banken- und POS-Terminalsysteme werden bis 1980 um nur 10 Prozent vom Kaufpreis zurückgehen.

Quelle: EDP Deutschland Report, Band 4 Nr. 7 vom 17. 4. 1978, veröffentlicht durch IDC Deutschland GmbH, Herzogstraße 60, 8000 München 40