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31.01.2006

IDC: Business-Intelligence-Markt wächst

IT und Fachabteilungen setzen hierzulande unterschiedliche Prioritäten in den Projekten.
Fachabteilungen und IT haben offenbar unterschiedliche Ansichten darüber, wer eigentlich die BI-Anwendungen nutzt.
Fachabteilungen und IT haben offenbar unterschiedliche Ansichten darüber, wer eigentlich die BI-Anwendungen nutzt.

Mit der "Umwandlung operativer Daten in Entscheidungswissen", wie die Marktforscher von IDC den Begriff Business Intelligence (BI) umschreiben, lässt sich weiterhin gut Geld verdienen. Laut einer aktuellen Studie zum deutschen Markt erwarten die Auguren bis 2009 ein durchschnittliches Wachstum bei den Lizenz- und Wartungseinnahmen von 4,9 Prozent im Jahr. Dies entspräche einer Steigerung von etwa 300 Millionen Dollar (248 Millionen Euro) im Vorjahr auf etwa 360 Millionen Dollar (297 Millionen Euro) bis 2009.

BI, was ist das?

Kontaktiert wurden laut IDC 426 deutsche Firmenvertreter, doch nur 109 IT- und 101 Fachanwender hatten sich bisher mit BI beschäftigt. Diese wurden nach dem Status ihrer BI-Lösungen befragt. Danach hatten laut IDC Senior Consultant Frank Naujoks 31 Prozent der Anwender bereits produktive Systeme vorzuweisen. Nach Unternehmensgröße sortiert (200 bis 499 Mitarbeiter, 500 bis 999 Mitarbeiter, 1000 und mehr Mitarbeiter), zeigten sich indes Unterschiede. Laut IDC lag der Anteil installierter Lösungen bei Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern bei 69 Prozent, bei Firmen mit 500 bis 1000 Mitarbeitern bei 52 Prozent und bei Firmen mit bis zu 499 Mitarbeitern bei 62 Prozent. Gescheiterte Projekte hatten nur Befragte aus der zuletzt genannten Gruppe erlebt. Danach wurden vier Prozent der Vorhaben gestoppt oder schlugen fehl.

Unterschiede in der Bewertung von BI-Anwendungen zeigten sich zwischen Mitarbeitern aus Fachabteilungen und der IT, wenn es darum ging, das typische Einsatzgebiet zu beschreiben. Dieses liegt für die Fachabteilungen im Controlling, Vertriebs-Reporting und in der integrierten Planung und Budgetierung. Die IT hingegen sieht neben dem Controlling vor allem den Aufbau umfassender BI- oder Data-Warehouse-Systeme sowie eine integrierte Planung und Budgetierung als vorrangig an, während der Vertrieb nur an vierter Stelle rangiert.

Einigkeit herrscht hingegen laut Naujoks über die Motive für den Einsatz von BI. Diese las- sen sich mit Schlagworten wie Automatisierung, Effizienzsteigerung und einheitliche Datenbasis umschreiben.

Vorstände vor IT-Abteilung

Initiator des BI-Projekts war in 32 Prozent aller Fälle die Geschäftsleitung, gefolgt von der IT-Leitung mit 24 Prozent und den Abteilungen Controlling und Finanzen mit 16 Prozent. Wesentliche Hindernisse für eine erfolgreiche Einführung sehen Fachabteilung und IT-Spezialisten gleichermaßen in der Datenqualität, der mangelnden Benutzerfreundlichkeit und fehlendem Know-how.

Schließlich gab rund die Hälfte der Befragten Auskunft über ihre geplanten Investitionen in BI-Lösungen für dieses Jahr. Danach wollen 24 Prozent ihre Ausgaben stabil halten, 20 Prozent ihr Budget um bis zu zehn Prozent, 15 Prozent sogar um zehn bis 50 Prozent aufstocken. Nur zwei Prozent wollen deutlich weniger ausgeben, als im Vorjahr. 23 Prozent gaben an, erstmals überhaupt in BI-Technik zu investieren. (as)