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23.01.1998 - 

Microsoft dominiert klar den Markt

IDC konstatiert stagnierende Betriebssystem-Verkäufe

Der Softwareriese aus Redmond konnte satte 87 Prozent der weltweit 76,6 Millionen verkauften Betriebssysteme für sich verbuchen. Besonders erfreulich dürfte für die Gates-Company das Abschneiden von Windows NT sein. Laut IDC erreichte Microsofts anspruchsvollstes OS einen Zuwachs von 208 Prozent und wies damit als einziges Betriebssystem ein signifikantes Wachstum auf. Immerhin neun Prozent aller Clients laufen demnach inzwischen unter NT.

Die IBM und Apple erreichten zusammen nur noch 6,6 Prozent Marktanteil. Dem Unternehmen um CEO Steve Jobs ist laut IDC vor allem die Nichtlizenzierung des Mac-OS 8 zum Nachteil geraten. Allerdings seien düstere Prophezeiungen über die Zukunft des Macintosh-Betriebssystems nicht eingetreten. Zwar ging die Anzahl der verkauften Mac-OS-Pakete von 5,6 Prozent 1996 im Jahr 1997 auf 4,6 Prozent zurück, dennoch entschieden sich rund zwei Millionen Mac-Besitzer für das (erstmals in der Firmengeschichte kostenpflichtige) Upgrade auf Version 8.

Handel hält an DOS-Systemen fest

Selbst im totgeglaubten Markt für DOS-Anwendungen registriert die IDC immer noch neue Verkäufe von Betriebssystem-Paketen, vor allem bei Applikationen, die ohne grafische Oberfläche auskommen. Laut Dan Kuznetzky, der bei der IDC für das OS-Segment verantwortlich ist, ist dafür vor allem der Handel verantwortlich: "Die Leute werfen ihre [unter DOS laufenden] Kassensysteme nicht weg."

Für die Zukunft, die immer stärker auch durch Anwender von kostengünstigen Rechnern bestimmt werden dürfte, fordert der Analyst neue Strategien der Betriebssystem-Hersteller: "Ich riskiere die Behauptung, daß keines der am Markt befindlichen Betriebssysteme die Ansprüche der Interessenten an Billig-Computern in bezug auf einfache Bedienung erfüllt", so Kuznetzky.

Die IDC wird ihre bislang optimistischen Prognosen für den Betriebssystem-Markt vermutlich korrigieren müssen. Hauptgrund dafür sei die Konzentration in der Unternehmens-DV auf vordringlichere Aufgaben, vor allem das Problem 2000. Statt der bislang erhofften zehn Prozent Zuwachs droht mittelfristig eher Stagnation. "Die Leute kaufen nicht Neues, sondern kümmern sich zunächst einmal um ihre vordringlichen Aufgaben", meint Kuznetzky, "möglicherweise erleben wir so lange ein Nullwachstum, bis das Millenium-Problem gelöst ist.