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08.07.1988

IDC untersucht das Softwaregeschäft deutscher Systemhäuser:VAR-Szene setzt keine neuen Trends

ESCHBORN (IDC) - Unix steht bei bundesdeutschen Systemhäusern hoch im Kurs: Fast vierzig Prozent der Systemhäuser in deutschen Landen kennen sich in diesem Betriebssystem aus.

Dieses Resultat veröffentlichte Marktforscher IDC jetzt in seiner jüngsten Studie über die VAR-Szene in der Bundesrepublik.

Für ihren Report "Value Added Reseller in Deutschland - Strukturen und Strategien" befragte die IDC Deutschland GmbH, Eschborn, insgesamt 450 Systemhäuser. Dies entspricht laut IDC drei Viertel aller bundesdeutschen Unternehmen dieser Art. Auf Unix folgt in der Betriebssystem-Hitliste die PC-Systemsoftware MS-DOS/PC-DOS: 31 Prozent der VARs arbeiten mit dieser oder kennen diese Mikrosoftware. Der Bekanntheitsgrad des DEC-Produkts VMS liegt bei knapp zwanzig Prozent, gefolgt vom Unix-Derivat Xenix der Microsoft Corp. Weniger als ein Zehntel der Unternehmen kennt/arbeitet mit DOS.

Bei den Programmiersprachen ist Cobol mit 58 Prozent gefolgt von Basic (47 Prozent) am meisten gefragt. Laut IDC hat der Markterfolg von Unix auch die Popularität der Programmiersprache C gefördert: Mehr als dreißig Prozent der Systemhäuser gaben an, mit dieser Sprache zu arbeiten. In der gleichen Größenordnung liegt der Bekanntheitsgrad von Fortran für den technisch-wissenschaftlichen Bereich. Darauf folgen Pascal und Assembler mit einem Anteil von jeweils 20 Prozent.

In der Angebotspalette der deutschen Systemhäuser liegen, so die Studie, Softwarepakete für Finanzbuchhaltung sowie für Lohn und Gehalt mit achtzig Prozent an der Spitze. Standardanwendungen für den Vertriebs- und Bürobereich sowie für die Fertigung werden von mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen vertrieben. Bei den Applikations-Tools verteilt sich das Angebot - in der Reihenfolge ihrer Verbreitung - auf die Bereiche Projektplanung, File-Management, Grafik und Datenbank-Management-Systeme.

Mit über sechzig Prozent macht die Fertigungsindustrie den größten Anteil der Systemhaus-Klientel aus. Diese Branche war laut IDC bereits im vergangenen Jahr ein attraktiver Markt für die bundesdeutschen VARs: Fast dreißig Prozent der Unternehmen stiegen in das Geschäft mit der Fertigungsindustrie ein. Auf die Produktionsbranche folgen unter anderem die Bereiche Entwicklung und Konstruktion, Gesundheitswesen, kommerzielle Dienstleistungen und der Einzelhandel.