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10.04.1981 - 

Intellect befriedigt Ad-hoc-lnformationsbedarf von OS-MVSTSO- und CMS-Endbenutzern:

IDMS-/IMS-Abfragesprache mit CPU-Lastregler

Bei den heutigen DV-Anwendern werden in zunehmendem Maße entscheidungsrelevante Daten innerhalb der EDV geführt. Das Problem, das sich vielen Anwendern stellt, liegt darin, daß die entscheidenden Mitarbeiter eines Unternehmens - ohne detaillierte EDV-Kenntnisse - kaum Zugriff auf diese Daten haben. Es müssen in der Regel Programme geschrieben werden (Batch oder Online), um einen Zugriff auf die Daten durchführen zu können. Das bedeutet, daß unvorhergesehene Informationsanforderungen nur sehr schwierig zu befriedigen sind.

Um diesen Mangel zu beheben, hat die Cullinane Database Corporation Inc. jetzt das Online-Abfragesystem "Intellect Query System" (IQS), das in den USA bereits erfolgreich eingesetzt wird, auch für den deutschsprachigen Raum freigegeben. Diese Abfragesprache, die in der Bundesrepublik von der ADV/Orga GmbH angeboten wird, gestattet jedem Benutzer ohne EDV-Kenntnisse den direkten Zugriff auf die im Rechner gespeicherten Daten. Es ist nicht mehr notwendig spezielle Auskunftsprogramme oder Listgeneratoren zu erstellen.

Intellect gestattet einen Zugriff auf die gespeicherten Daten in einem normalen englischen Konversationsmodus. Fragen können in beliebiger Struktur gestellt werden. Intellect analysiert die am Bildschirm gestellten Fragen, liest die erforderlichen Daten und zeigt die Ergebnisse am Bildschirm. Da Intellect die normale englische Sprache versteht, ist ein Training zur Anwendung dieser Abfragesprache nicht notwendig .

Wörterbücher für Grund- und Fachvokabular

Die für die Nutzung durch Intellect relevanten Daten werden in eine spezielle Abfragedatenbank aufgenommen und stehen dort dem Benutzer zur Verfügung. Die nach dem Konzept des relationalen Modells aufgebaute Anskunftsdatenbank gestattet den direkten Zugriff auf jedes Feld der in der Datenbank vorhandenen Informationen Zur Interpretation der Fragen führt Intellect ein internes Wörterbuch mit dem wesentlichen Vokabular der englischen Sprache wie etwa "when, who, which, how many, all, everything" etc. ...

In einem weiteren Wörterbuch sind spezielle Wörter, die sich auf die gespeicherten Daten beziehen, abgelegt. Dieses Vokabular wird vom Benutzer herangezogen, um beispielsweise die Personaldatenbank mit ihrem Eintragungen wie Name, Beruf, Einkommen etc. zu beschreiben. Das System gestattet eine unbegrenzte Anzahl von Synonymen für jedes Feld der Datenbank.

Synonyme, die dem System noch nicht bekannt sind, werden von lntellect gespeichert und dem Wörterbuch später hinzugefügt. Das System ist damit in der Lage, selbstlernende Funktionen auszuüben, da jede Frage, wenn sie nicht genau verstanden wird, noch einmal mit anderen Begriffen eingegeben wird, um dann vom System erneut interpretiert zu werden Wörter, die nicht interpretiert wurden, aber doch durch den Benutzer m ihrer Bedeutung synonym zu einem bestehenden Begriff gesetzt wurden, erweitern jeweils den Wortschatz des Systems.

Das folgende Beispiel zeigt eine Anfrage an die Personaldatenbank Zeile 1 zeigt den Text, den der Anwender eingegeben hat, Zeile 2 zeigt die von Intellect daraus erstellte Interpretation, und die folgenden Zeilen zeigen die Antwort.

1. Who are the boston employees?

2. PRINT THE NAME OF ALL EMPLOYEES WITH CITY = BOSTON

3. THE NUMBER OF RECORDS TO RETRIEVE IS 18

ALADAN

BOYD

DILLARD

HALLET

.

.

.

NOWELL

OVERGAARD

Das folgende Beispiel zeigt die Anwendung von Intellect in einer mehrfachen Fragestellung, wobei sich die Folgefragen immer auf die vorhergehenden beziehen. Zeile 1 gibt jeweils die Eingabe des Benutzers an, Zeile 2 die Interpretation des Systems und Zeile 3 die Antwort.

1. are there any women doctors in boston ?

2. ARE THERE ANY EMPLOYEES WITH ClTY = BOSTON & JOB = DOCTOR & SEX = FEMALE

3. YES

1. how many of them?

2. COUNT THE EMPLOYEES WITH CITY = BOSTON & JOB = DOCTOR & SEX = FEMALE

3. 1

1. how old is she?

2. PRINT THE NAME AND AGE OF ALL EMPLOYEES WITH CITY = BOSTON & JOB = DOCTOR & SEX = FEMALE

NAME KHARE

YEARS OF AGE 58

Diese drei Fragen lassen sich auch in einer Frage kombinieren, wie das folgende Beispiel zeigt:

1. what are the names and ages of the women doctors in boston?

2. PRINT THE NAME AND AGE OF ALL EMPLOYEES WITH CITY = BOSTON & JOB = DOCTOR & SEX = FEMALE

3. NAME KHARE

YEARS OF AGE 58

Sollte Intellect nicht in der Lage sein, die Antwort zu interpretieren, so fuhrt es den Benutzer durch gezielte Fragen auf eine Korrektur seiner Eingabe zu. In dem folgenden Beispiel kann Intellect in seinem anwendungsbezogenen Wörterbuch die Wörter "workers" und "Chicago" nicht identifizieren. Das Beispiel zeigt, wie Intellect darauf reagiert. Die Zeile 1 gibt wiederum die Eingabe, die Zeile 2 jeweils die Interpretation und die Zeile 3 jeweils das Ergebnis an.

1. give me the workers in chicago.

2. I´M NOT FAMILIAR WITH THE WORD "WORKERS". IF IT´S A WORD YOU EXPECT TO FIND IN THE DATABASE HIT THE RETURN KEY. OTHERWISE EITHER FIX ITS SPELLING OR ENTER A SYNONYM FOR IT.

1. user enters synonym: employees.

2. I´M NOT FAMILIAR WITH THE WORD "CHICAGO". IF IT´S A WORD YOU EXPECT TO FIND IN THE DATABASE HIT THE RETURN KEY. OTHERWISE EITHER FIX ITS SPELLING OR ENTER A SYNONYM FOR IT.

3. user presses return key.

2. WHAT FIELDS SHOULD IT APPEAR IN?

1. city.

2. PRINT THE NAME OF ALL EMPLOYEES WITH CITY = CHICAGO.

3. NO RECORDS SATISFY YOUR REQUEST.

NEXT REQUEST.

Das folgende Beispiel zeigt deutlich die Fähigkeit von Intellect, nicht präzise formulierte Fragen des Anwenders durch Gegenfragen präzisieren zu lassen. In dem folgenden Beispiel konnte der Begriff "Baker" nicht identifiziert werden, da es sowohl ein Name wie auch eine Tätigkeit sein konnte. Intellect fragt den Benutzer, was gemeint war, und beantwortet nach Klarstellung durch den Benutzer die Frage.

Are there any bakers in the file?

YOUR REQUEST IS AMBIGUOUS; DO YOU MEAN:

NUMBER 1

ARE THERE ANY EMPLOYEES WITH NAME = BAKER?

NUMBER 2

ARE THERE ANY EMPLOYEES WITH JOB = BAKER?

PLEASE INDICATE THE INTERPRETATION YOU DESIRE BY TYPING THE NUMBER 1 OR THE NUMBER 2

YES

NEXT REQUEST.

Intellect ist in der Lage, zusätzlich arithmetische Operationen durchzuführen. Außerdem wird der Benutzer darauf hingewiesen, daß eine Frage unter Umständen ein Durchsuchen einer großen Anzahl von Sätzen erforderlich macht und dadurch die Belastung der CPU sehr hoch sein wird. Intellect unterbricht (generierungsbedingt) die Suchvorgänge, wenn ein gewisses Zeitlimit erreicht ist und macht dann den Vorschlag, die gewünschte Aufgabe unter Umständen im Batch-Betrieb über den Drucker durchzuführen. Damit ist gewährleistet, daß nur Anfragen direkt beantwortet werden, für die ein vertretbarer Aufwand anfällt.

Intellect steht derzeit IDMS-/IMS-Anwendern mit IBM-Maschinen unter OS oder MVS mit TSO oder für CMS-Betriebssysteme zur Verfügung. Eine Version für DOS/VSE- und DOS/VS-Benutzer wird für Ende 1981 erwartet. Eine weitere Version, die einen direkten Zugriff auf eine IDMS-Datenbank erlaubt, wird im zweiten Quartal 1982 freigegeben. Das von Cullinane entwickelte System läuft in den USA bereits in mehreren Installationen.

*Jürgen P. Schoon ist Bereichsleiter "Datenbanken und Datenkommunikations-Systeme" der ADV/Orga F. A. Meyer GmbH, Wilhelmshaven.