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30.03.2001 - 

Internationalisierung soll weiter forciert werden

IDS Scheer AG legt beim Consulting kräftig zu

FRANKFURT/M. (ajf) - Das Saarbrücker Software- und Service-Unternehmen IDS Scheer AG hat das Geschäftsjahr 2000 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Während die Umsätze um 44,4 Prozent stiegen, legte das Ergebnis vor Steuern um knapp 20 Prozent zu.

Trotz der vermeintlichen Revolution durch das Internet lässt sich auch im Umfeld von Enterprise Resource Planning (ERP) immer noch Geld verdienen. Die IDS Scheer AG, ein Anbieter von Tools und Beratungsleistungen zur Planung von Geschäftsprozessen, hat dies mit ihrer Jahresbilanz 2000 unter Beweis gestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 setzten die Saarländer 246 Millionen Mark um, rund 44 Prozent mehr als 1999. Das operative Ergebnis stieg im gleichen Zeitraum von 23,5 auf 24,9 Millionen Mark, der Vorsteuergewinn verbesserte sich um 19,6 Prozent auf 32,3 Millionen Mark.

Ein Grund für den deutlichen Unterschied im Ergebniswachstum liegt darin, dass das operative Ergebnis erstmals durch Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 1,8 Millionen Mark beeinträchtigt wurde. Diese Bilanzposten sind Folgen der Unternehmensstrategie. Mit verstärkten Investitionen sollte das Softwarehaus auf einen internationalen Kurs gebracht werden, weshalb neue Tochtergesellschaften gegründet wurden. Zudem übernahmen die Saarbrücker drei Firmen, um ihre Position in Osteuropa und den USA (durch den Kauf des E-Business-Spezialisten Acqra) zu verbessern. Als Folge davon stieg der Umsatz im Ausland um 96 Prozent auf 121 Millionen Mark und damit auf knapp 50 Prozent der Gesamteinnahmen an - jedoch war das Wachstum "primär organisch", wie Vorstandssprecher Helmut Kruppke betonte. Kruppke teilt sich seit Anfang des Jahres das Amt mit Ferri Abolhassan, der von SAP Retail Solutions zu IDS gekommen war.

Das Unternehmen habe eine "Synergieposition von Beratung und Produkten", warb Kruppke auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main. Dabei entwickelte sich das Consulting-Geschäft besser als die Software-Division. Der IDS-Dienstleistungsbereich beispielsweise erreichte mit 76 Prozent die höchsten Zuwachsraten. Hingegen stiegen die Umsätze mit den eigenen Software-Programmen "Aris" und "Process Performance Manager" lediglich um 33 Prozent.

"Wir führen Gespräche und sondieren", nahm Kruppke zu der geplanten Fortsetzung der Expansionsstrategie Stellung. Nach Angaben des Vorstandssprechers verfügt IDS gegenwärtig über liquide Mittel in Höhe von 186 Millionen Mark. Jedoch werde nichts überstürzt. Für 2001 rechnet der Vorstand mit einer Umsatzsteigerung von rund 30 Prozent. Ähnlich soll auch das operative Ergebnis wachsen, so dass erneut eine Ebit-Marge von mindestens zehn Prozent erreicht wird.

Dabei steht das erste Halbjahr 2001 im Zeichen der Konsolidierung. Die ausländischen Beteiligungen sollen integriert und das Geschäft außerhalb Deutschlands forciert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Märkten in den USA, in Großbritannien sowie in Frankreich.

Abb: IDS Scheer - Wachstum

Bei allen wichtigen Bilanzkennziffern konnte sich IDS verbessern. Quelle: IDS Scheer AG