Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


04.12.2006

IDS Scheer baut Beratung aus

Die Consulting-Sparte bleibt ein wichtiges Standbein des Unternehmens. Allerdings soll gleichzeitig das Produktgeschäft gestärkt werden.

Der Saarbrücker Software- und Serviceanbieter IDS Scheer will in Deutschland in den kommenden Monaten mehr als 100 neue Berater einstellen. "Consulting wird als Geschäftszweig auch künftig eine tragende Säule von IDS Scheer sein", sagte Firmenchef Thomas Volk. Dies gelte speziell für die Beratung in Deutschland, wo auch in diesem Jahr "trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein erheblicher Beitrag zum Erfolg des Unternehmens geleistet wurde", wie der Vorstandsvorsitzende betonte. Zudem sei nicht beabsichtigt, eigene Mitarbeiter aus Beratungsprojekten abzuziehen oder gar zu entlassen. Damit trat Volk Aussagen in einem CW-Artikel der vergangenen Woche entgegen, wonach sich das Unternehmen im Beratungsgeschäft künftig "die Rosinen herauspicken" wolle.

Strategisches Ziel sei lediglich, sich im Consulting-Bereich deutlicher gegenüber anderen Implementierungspartnern der SAP AG zu differenzieren, sagte der seit September amtierende Firmenchef. Die Berater des Hauses werden den Plänen zufolge künftig vermehrt höherwertige Dienste für die Optimierung der Geschäftsprozesse von Kunden anbieten. "Das Prozesswissen und die Branchenerfahrung unserer Mitarbeiter spielen dabei eine zentrale Rolle", so Volk.

Im Zuge der Reorganisation werden das Beratungs- und das Produktgeschäft stärker getrennt. Gleichzeitig will das Management beide Geschäftsbereiche global organisieren und zentral von Saarbrücken aus steuern.

IDS Scheer plant, bis 2010 den Anteil des Produktgeschäfts am Gesamtumsatz auf rund 40 Prozent zu erhöhen. Volk bestätigte, dass dafür auch eine vertriebliche Zusammenarbeit mit großen Beratungsfirmen angestrebt wird. Internationale Systemintegratoren sollen die "Aris"-Produkte "in neue Märkte tragen". Namen von potenziellen Partnerunternehmen nannte er nicht, derzeit liefen Verhandlungen. Die zuletzt problembehafteten Niederlassungen in den USA und in Asien wurden inzwischen mit zwei neuen Managern verstärkt.

Zudem kündigte Volk an, dass er im Softwaresegment nach Übernahmekandidaten Ausschau halte. Diese müssten allerdings ein serienreifes Produkt vorweisen können und außerdem in der Lage sein, sich aus eigener Kraft zu finanzieren. Eine Analyse des Marktes wird vermutlich nicht vor Ende des ersten Quartals 2007 abgeschlossen sein, Kaufentscheidungen können erst später fallen. (ajf)