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23.02.1996 - 

Hersteller stehen mit Produkten in den Startloechern

IEEE feilt an Spezifikation fuer das Token-Ring-Switching

Bei Dedicated Token Ring (DRT) handelt es sich um eine Norm fuer Switched-Token-Ring-Netze. Der Standard definiert Anforderungen fuer Endgeraete sowie Konzentratoren und spezifiziert den Full-Duplex-Betrieb. Laut Normierungsbehoerde IEEE ist DRT kompatibel zu bestehenden Token-Ring-Umgebungen und dem Token- Passing-Protokoll.

Der DTR-Konzentrator besteht aus C-Ports und einer Datentransfereinheit (DTU). Die C-Ports sind fuer die Connectivity zu Token-Ring-Stationen sowie herkoemmlichen Konzentratoren und anderen DTR-Konzentratoren verantwortlich. Diesem Prozess ist die DTU vorgeschaltet, die als Switching-Komponente die Verbindung zwischen den C-Ports innerhalb des DTR-Konzentrators anstoesst. Darueber hinaus koennen DTR-Konzentratoren untereinander ueber jedes LAN oder WAN auch mit anderen Transferprotokollen wie zum Beispiel ATM verbunden werden.

Applikationscode laeuft auch in DRT-Umgebungen

Die Norm regelt ferner, dass ein LAN-Segment, welches an einem klassischen Token-Ring-Konzentrator haengt, durch die Kopplung des Verstaerkers mit einem DRT-C-Port in ein Netzwerk integriert werden kann. Der DRT-C-Anschluss arbeitet dann im Station-Emulation-Modus und weist dem Segment die volle Token-Ring-Bandbreite von 16 Mbit/s zu.

DTR-faehige Endgeraete, die an einen herkoemmlichen Verstaerker angeschlossen sind, verhalten sich identisch zu traditionellen Token-Ring-Stationen. Aufgrund des Zugangsprotokolls Transmit Immediate (TXI) koennen sie jedoch bei Verbindung mit einem DTR- Konzentrator im Full-Duplex-Verfahren mit 32 Mbit/s operieren.

Da sowohl im Normal- als auch Full-Duplex-Betrieb standardisierte Token-Ring-Frames genutzt werden, laeuft der in klassischen Token- Ring-Netzen angewandte Applikationscode auch in DTR-Umgebungen. Laut IEEE ist deshalb eine Steigerung der Performance sowie Migration zu DTR-Netzen ohne Neukonfiguration der Codes sowie Neuverkabelung moeglich.

Anwender, die DTR-Konzentratoren in ihre Token-Ring-Netzwerke integrieren, sind kuenftig also in der Lage, einfachen Endgeraeten durch die Verbindung mit einem DTR-C-Port 16-Mbit/s-Bandbreite zuzuweisen. Reicht diese Transferrate nicht mehr aus, kann durch die Aufruestung der Workstations mit DTR-Adaptern die Geschwindigkeit im Full-Duplex-Modus auf 32 Mbit/s erhoeht werden.

Die Spezifikation soll vom 802.5-Komitee des IEEE, wie es heisst, in Kuerze verabschiedet werden. Derzeit wird der Draft-Standard aufgrund von Tests an der Universitaet von New Hampshire sowie eines weiteren neutralen Labors noch nachgebessert. Beobachter rechnen damit, dass nahezu alle prominenten Token-Ring-Hersteller noch im ersten Halbjahr 1996 DRT-Adapter sowie -Konzentratoren auf den Markt bringen werden.

Als Vorteil werten Analysten dabei, dass die Produkte bereits auf ihre Interoperabilitaet hin geprueft wurden, da sich alle namhaften Anbieter mit ihren Prototypen an den Tests beteiligt haben. Ausserdem koennten Anwender weiterhin die im Betrieb als sehr zuverlaessig geltenden Token-Ring-Netzwerke mit den gewohnten Management-Tools fahren, die ebenfalls zu der DRT-Spezifikation kompatibel sind.