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10.08.1990 - 

Einheitliche Basis für Unix-Oberflächen

IEEE-Vorschlag schlägt Brücke zwischen Motif und Open Look

MÜNCHEN (CW) - Die grafische Unix-Benutzeroberfläche Open Look von AT&T schien bereits abgeschlagen. Nun erhält sie eine neue Chance, gegenüber Motif, dem Konkurrenzprodukt der Open Software Foundation, Punkte zu sammeln: Eine IEEE-Arbeitsgruppe hat ein Entwicklungs-Kit vorgeschlagen, das beide Oberflächen gleichermaßen unterstützt.

Der britische Branchendienst "Computergram" rechnet damit, daß durch das "XVT"-Werkzeug von X-Ray Vector Tango Inc. der inzwischen beinahe eingeschlafene Kleinkrieg um eine einheitliche Unix-Oberfläche endgültig beendet werden könnte.

So stelle das Tool einen Kompromiß für die in Unix-Kreisen tonangebende X/Open-Organisation dar, die sich - trotz heftigen Drucks von Anwenderseiter - seit über einem Jahr nicht zwischen Motif und Open Look enschieden habe.

Dem Werkzeug, mit dessen Hilfe es möglich ist, eine einheitliche Schnittstelle für die Anwendungsprogrammierung zu schaffen, fehlt zwar noch die offizielle Zustimmung des Institute of Electrical and Electronic Engineers (IEEE). Trotzdem zeigt sich Kurt Gismalm, User Relations Manager von X/Open, interessiert:"Wenn sich IEEE offiziell für dieses Tool entscheidet, dann werden wir uns das Tool ansehen." Er weist seine aber darauf hin, daß auch seine Organisation an einer Lösung auf der Basis einer Schnittstelle für die Anwendungsprogrammierung arbeite. Paul Wahl, OSF-Europa-Chef, meldet allerdings Zweifel an: "Die Technik für die Benutzeroberflächen entwickelt sich derart rasch, daß man jetzt noch nicht allzuviel festschreiben kann - das gilt auch für das Toolkit von IEEE."