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10.11.1995

IETF- und DMTF-Bemuehungen scheitern Eigeninteressen der Anbieter verhindern Management-Norm

10.11.1995

FRAMINGHAM (IDG) - Strategische Manoever und Streitigkeiten haben die Hoffnungen der Anwender auf ein einheitliches Netzwerk- und Systemverwaltungs-Management zunaechst einmal zunichte gemacht. Die Organisationen, die an der Ausarbeitung zweier Standards arbeiten, konnten sich nicht einigen.

Die Arbeitsgruppe der Internet Engineering Task Force (IETF), die die Version 2 des Simple Network Management Protocol (SNMP) definieren sollte, hat sich selbst aufgeloest, weil sich die Mitglieder nicht auf eine Implementation von Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen verstaendigen konnten.

Zur gleichen Zeit zerbrach die Desktop Management Task Force (DMTF) an der Marktmacht Microsofts. Sie verkuendete, kuenftig werde es zwei verschiedene Agent-Technologien geben, die sich das Label "kompatibel zum Desktop Management Interface (DMI)" anheften koennen. Die DMTF betonte, Anwender wuerden die Unterschiede zwischen den Verfahren nicht erkennen koennen. Konsequenzen hat der Streit jedoch fuer die Anbieter. Sie muessen kuenftig zwei Agenten in ihre Software implementieren - einen fuer Microsoft-Systeme, einen weiteren fuer den Rest der Welt.

Das Fiasko von SNMPv2 und DMTF wird moeglicherweise nicht zur Katastrophe fuer die Anwender, es wird sich aber nachteilig auf den Standardisierungsprozess auswirken. Die gescheiterten Bemuehungen offenbaren die Anfaelligkeit der Organisationen fuer die taktischen Machtspielchen der Anbieter, die dann - wie geschehen - zur Aufloesung der Arbeitsgruppen fuehren.

Zumindest die neue Version des SNMP soll nun unabhaengig von der Dachorganisation IETF weiterentwickelt werden, wobei die Arbeit jedoch in zwei unterschiedlichen Gruppen fortgefuehrt wird. Die vier Koautoren, die an der Ausarbeitung der ersten SNMP-Version beteiligt waren, ziehen dabei allerdings nicht mehr an einem Strang.