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01.09.2015 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

IFA versus CeBIT – Kantersieg für die Spree

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Die IFA setzt Techniktrends, die CeBIT macht auf langweilige IT-Industrie. Und in Berlin gibt es Produkte zum Anfassen – nicht nur virtuelle.

Wer sehen will, was zum Jahresende an technologischen Errungenschaften gekauft werden soll, für den ist die IFA auch in diesem Jahr die erste Adresse. Während die Hannoveraner mit ihrer CeBIT vor allem die Horrorszenarien von Industrie 4.0, Kunden-Tracking rund um die Uhr und "Information – if you want or not!" mit leuchtenden Dollarnoten in den Augen propagieren, geht die IFA einen anderen Weg.

Dort steht nämlich das visuelle und akustische Erlebnis im Vordergrund, die Technik soll Hilfsmittel sein. Während die CeBIT eher eine Einsparmesse für Mainstream-BWLer zu sein scheint, hauen die Berliner den Bär raus und lassen es richtig krachen.

Vorteil Berlin: Auf der IFA gibt es Produkte zum Anfassen. Nicht nur virtuelle.
Vorteil Berlin: Auf der IFA gibt es Produkte zum Anfassen. Nicht nur virtuelle.
Foto: Messe Berlin

Nirgendwo wird der Unterschied in der Mensch-Maschine-Symbiose so deutlich wie auf diesen Hauptmessen. Die Berliner bieten Stars, Sternchen sowie Musik – und wer es mag, darf dieses Jahr sogar Hofbräu-Bier im Maßkrug schlürfen. Während man in Hannover seine "Stehpartys zwischen Kartons und Tüten" selbst organisieren muss, steppt der Berliner Bär im Sommergarten. Wem das noch nicht reicht, dem steht ab Messeschluss noch eine Weltstadt im Spätsommer zur Verfügung, in Hannover warten Schneematsch und überheizte Pensionszimmer.

Auf der IFA gibt es Produkte zum Anfassen, nicht nur virtuell: Die 4K-Parade an Kameras, Displays, Notebooks und TV-Geräten oder etwa der NFC-HiFi-Kopfhörer, bei dem zur Kopplung mit der Musikquelle nur eine Berührung erfolgen muss. ZTE zeigt Smartphones, die aussehen wie ein iPhone 6, aber selbst verzollt nur ein Drittel kosten.

Im IT-Bereich stellt Toshiba ein 4K-Notebook vor und TrekStor seinen ersten Mini-PC. Aber auch Infrastrukturlösungen, Smart-Home-Komponenten, WLAN und Satellitentechnik werden angeboten. Die unvermeidliche Cloud ist ebenfalls immer irgendwo anwesend. Ob als Betriebssystem-as-a-Service, Internet, Anwendung oder in ihrer natürlichen Form – scheinbar alternativlos schwebt sie über dem Messegelände.

Mein Fazit: Die IFA setzt klar die Techniktrends bei Home, Entertainment und IT für Endverbraucher. Die CeBIT hat sich dagegen von der Konvergenz ausgeklinkt und macht auf langweilige ICT-Industrie, wie einst die Systems.

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Andreas Wesemann

Stimmt und Nein doch. Ich war gestern auf der IFA und das Produktfeuerwerk für Consumer war beeindruckend. Allerdings war auf keinem einzigen Stand (ausnahmslos) jemand anzutreffen, der Business relevante Fragen beantworten konnte. Bei Samsung konnte man mir noch nicht einmal die Seitenpreise der Laserdrucker nennen, obwohl mit niedrigen Seitenpreisen geworben wird. Wie gesagt nicht nur Samsung alle Aussteller betraf das. Also CeBIT mit einem Hauch mehr IFA wäre eine schöne Kombination

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