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05.06.2007

IG Metall: Airbus-Mitarbeiter lehnen nationale Verhandlungen ab

TOULOUSE (Dow Jones)--Die Arbeitnehmervertreter der Airbus Deutschland GmbH, Hamburg, wehren sich gegen von der EADS-Tochter vorgeschlagene Sozialverhandlungen auf nationaler Ebene. Erst wenn im Aufsichtsrat der Airbus Deutschland GmbH die operative Planung (AOP) für 2007 bis 2010 dargestellt und beschlossen worden sei, sei ein Einstieg in entsprechende Verhandlungen denkbar, teilte die Gewerkschaft IG Metall am Dienstag mit.

TOULOUSE (Dow Jones)--Die Arbeitnehmervertreter der Airbus Deutschland GmbH, Hamburg, wehren sich gegen von der EADS-Tochter vorgeschlagene Sozialverhandlungen auf nationaler Ebene. Erst wenn im Aufsichtsrat der Airbus Deutschland GmbH die operative Planung (AOP) für 2007 bis 2010 dargestellt und beschlossen worden sei, sei ein Einstieg in entsprechende Verhandlungen denkbar, teilte die Gewerkschaft IG Metall am Dienstag mit.

Die nächste Sitzung des Aufsichtsrates sei für Ende Juni geplant. Airbus hatte in der abgelaufenen Woche gemeldet, dass nun auf nationaler Ebene über das Restrukturierungsprogramm "Power8" verhandelt werden soll.

Die Arbeitnehmervertreter in Deutschland kritisieren Airbus noch in einem anderen Punkt. Nach der Vorstellung des Restrukturierungsprogrammes hatten sie einen Fragenkatalog an das Management übergeben. Diese Fragen seien bislang nur unzureichend beantwortet worden, hieß es weiter. Aus diesen Gründen hätten die Arbeitnehmervertreter im europäischen Airbus-Betriebsrat ECA deutlich gemacht, dass die jetzige Situation bei den Mitarbeitern "zu Reaktionen" führen werde.

Dieses Fazit haben Gewerkschaften und Betriebsräte bei Airbus nach der Sitzung des ECA mit den Managern Louis Gallois und Fabrice Bregier gezogen. Der "soziale Dialog" auf europäischer Ebene habe für die Beschäftigten bisher nichts gebracht. Das Airbus-Management trage seine Planungen und Ziele vor und sei nicht bereit, auf Bedenken, Vorschläge und Hinweise der Arbeitnehmervertreter einzugehen.

Insbesondere für die vom Verkauf bedrohten Standorte sei weder eine weitere Erklärung und Erhärtung der Planungen erfolgt, noch seien die angekündigten Maßnahmen zur Zukunftsgestaltung durch die Beteiligung an den Programmen A350XWB und Nachfolger der A320-Familie konkret dargestellt worden, hieß es in der Stellungnahme der Arbeitnehmer.

Themen der Sitzung seien die neue Organisation und die Zusammenarbeit bei Airbus gewesen. Es sei weiterhin nicht erkennbar, dass Ausgliederungen von Standorten für eine neue Organisation notwendig seien, sagte ECA-Co-Vorsitzender Horst Niehus. Weiteres Thema seien die Verkäufe der Standorte gewesen.

Hier hätten die Arbeitnehmervertreter deutlich gemacht, dass sie umgehend die Darstellung der Konzepte für die Zukunftsperspektiven der Standorte erwarten, insbesondere im Zusammenhang mit dem geplanten Workshare für die neue A350XWB. Bis zum heutigen Tage habe das Airbus-Management die wirtschaftlichen Vorteile der geplanten Verkäufe nicht nachgewiesen.

Erst wenn diese beiden Forderungen erfüllt sind, wollen die Arbeitnehmervertreter ihre Vorstellung über die Zukunft der Standorte einbringen. Zur Zeit seien weder für die Belegschaften noch für die Arbeitnehmervertreter klare Zukunftsperspektiven erkennbar, hieß es.

Zudem halte das Airbus-Management an dem geplanten Abbau des Personals an den vom Verkauf bedrohten Standorten fest und sei nicht bereit, auf die Forderungen der Arbeitnehmer einzugehen. Es gebe keine nachvollziehbaren Antworten darauf, auf welche Leistungen das Management künftig verzichten wolle.

Webseite: http://www.airbus.com

-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,

kirsten.bienk@dowjones.com

DJG/kib/brb

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