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12.07.2009

IG Metall befürchtet Infineon-Zerschlagung - EamS

MÜNCHEN (Dow Jones)--Nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors Apollo Group beim Münchner Chipkonzern Infineon befürchtet die Gewerkschaft IG Metall zusätzlichen Stellenabbau und den Verkauf der Unternehmensbereiche Drahtlose Kommunikation sowie Smartcards. "Der Vorstand hat das Konzept eines integrierten Halbleiterkonzerns aufgegeben", sagte Martin Kimmich, der für den Konzern zuständige Vertreter der IG Metall Bayern gegenüber der Zeitung "Euro am Sonntag".

MÜNCHEN (Dow Jones)--Nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors Apollo Group beim Münchner Chipkonzern Infineon befürchtet die Gewerkschaft IG Metall zusätzlichen Stellenabbau und den Verkauf der Unternehmensbereiche Drahtlose Kommunikation sowie Smartcards. "Der Vorstand hat das Konzept eines integrierten Halbleiterkonzerns aufgegeben", sagte Martin Kimmich, der für den Konzern zuständige Vertreter der IG Metall Bayern gegenüber der Zeitung "Euro am Sonntag".

Auf einer Belegschaftsversammlung am Freitag habe der Vorstand die Frage nach einem weiteren außerplanmäßigen Stellenabbau offen gelassen, so Kimmich. "Wir rechnen daher mit weiteren Sparmaßnahmen." Die Stimmung in der Belegschaft, die dem Vorstand zuletzt weitgehend loyal gegenübergestanden habe, drohe zu kippen. Weil Dividendenzahlungen nicht in Sicht seien, werde Apollo den Einstieg über Spartenverkäufe refinanzieren, befürchtet die Gewerkschaft.

Damit bediene sich der Vorstand erneut bei den Ansprüchen der Beschäftigten, sagte Kimmich mit Blick auf die Kündigung des Tarifvertrags und Infineons Ausstieg aus dem Arbeitgeberverband im vergangenen November. Nach den am Freitag bestätigten Plänen will Apollo über eine Kapitalerhöhung mindestens 15% und höchstens jedoch bis 29,99% an Infineon erwerben.

Webseite: www.euroamsonntag.de

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