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18.01.1991 - 

Werk Sindelfingen gefährdet

IG-Metall: Die IBM soll sich mehr auf neue Produkte konzentrieren

BÖBLINGEN (vwd) - Die IBM Deutschland GmbH soll sich nach einem von der Stuttgarter IG-Metall vorgelegten Standortkonzept neuen Produktfeldern öffnen und damit die Zukunft des Werks in Sindelfingen sichern.

Vielversprechend sei das Engagement in den Bereichen Telekommunikation, Logik-Chips und Flachbildschirme, so die von der Gewerkschaft bei dem Münchener Institut für Medienforschung und Urbanistik (IMU) in Auftrag gegebene Studie. IBM müsse in der Region Stuttgart den Kontakt mit anderen Schlüsselbranchen wie der Fahrzeug- und Elektroindustrie aufnehmen.

Nach Auffassung von IMU-Sprecher Frank Iwer konzentriere sich die IBM zu sehr auf die Computerherstellung und drohe damit eine Art Zulieferbetrieb zu werden. Bessere Chancen hätte das Unternehmen als Netzbetreiber und Hersteller von Endgeräten für die mobile Kommunikation. Bei der Entwicklung von Flachbildschirmen rät das Institut zu einer Kooperation mit japanischen Konzernen wie Canon oder Toshiba.

Nach Angaben der IG Metall sollen im Sindelfinger Werk bis 1995 zwischen 1500 und 2500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Falls der 64-Mbit-Chip nicht in Sindelfingen produziert wird, schließt die Gewerkschaft eine Werksschließung nicht aus. Die IBM reagierte auf die Vorschläge gelassen. Die Entscheidung, welches Produkt an welchem Standort gefertigt wird, hänge aber von dessen Marktchancen ab. Zur Frage der Wettbewerbsfähigkeit äußerten sich die IBM-Vertreter nicht.