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21.11.2007

IG Metall fordert von Siemens nachhaltige Unternehmensstrategie

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die IG Metall Bayern hat den Siemens-Konzern aufgefordert, "nicht nur das Wohl der Aktionäre im Auge zu haben, sondern wieder mehr die Belange der Beschäftigten in den Blick zu nehmen". Zwar unterstützen den Angaben zufolge Gewerkschafter und Betriebsräte "den notwendigen Wandel bei Siemens", setzen sich aber auch dafür ein, "dass Siemens als innovativer, integrierter Hightech-Konzern erhalten und ausgebaut wird".

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die IG Metall Bayern hat den Siemens-Konzern aufgefordert, "nicht nur das Wohl der Aktionäre im Auge zu haben, sondern wieder mehr die Belange der Beschäftigten in den Blick zu nehmen". Zwar unterstützen den Angaben zufolge Gewerkschafter und Betriebsräte "den notwendigen Wandel bei Siemens", setzen sich aber auch dafür ein, "dass Siemens als innovativer, integrierter Hightech-Konzern erhalten und ausgebaut wird".

Der Münchner DAX-Konzern hatte im Oktober angekündigt, die bisherige Bereichsstruktur aufzubrechen und das operative Geschäft komplett neu zu ordnen. Künftig soll es auf oberster Ebene drei so genannte Sektoren, nämlich Energy, Industry und Healthcare geben. Unterhalb der Sectors-Ebene sollen Divisions und Business Units angesiedelt werden. Die bisherige Aufteilung nach Geschäftsbereichen wird es demnach künftig nicht mehr geben.

"Die derzeit kaum abschätzbaren Konsequenzen des Umbaus für Arbeitsplätze, Geschäftsbereiche, einzelne Geschäftsgebiete und Standorte rufen bei den Beschäftigten große Sorgen hervor", wird der Bezirksleiter Werner Neugebauer am Mittwoch in der Mitteilung zitiert. Das angekündigte "aktive Portfoliomanagement" nach dem Konzernumbau könne zu einem weiteren Abbau auf Ebene der Divisions und Business Units führen und "damit die weitere Reduktion der Belegschaften in Deutschland nach sich ziehen".

Neugebauer äußerte "Unverständnis" über die Ankündigung des neuen Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher, die Overhead-Kosten um bis zu 20% bis zum Jahr 2010 senken zu wollen. IG Metall und Betriebsräte appellieren den Angaben zufolge, die Arbeitnehmervertretung bei den anstehenden Betriebsänderungen mit einzubeziehen.

Siemens hatte zuvor angekündigt, Kosten im Vertrieb und der allgemeinen Verwaltung zu senken. So soll der Kostenanteil von Vertrieb und Verwaltung am Umsatz bis 2010 um 10% bis 20% gesenkt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag dieser Wert bei rund 17% gemessen am Umsatz. Künftig sollen die allgemeinen Verwaltungskosten in Zentralen, Sektoren und Regionen optimiert, Marketing- und Vertriebsprozesse effizienter gestaltet werden. Die Maßnahmen zur Kostensenkung sollen im Januar 2008 beginnen.

Ein Siemens-Sprecher sagte zu den Aussagen Neugebauers, dass der Konzern über "eine nachhaltige Unternehmensstrategie mit dem Programm Fit4 2010" verfüge und "sich wiederholt zum Standort Deutschland bekannt habe." Insofern sei man bei Siemens "verwundert über diese Aussagen". Welche Auswirkungen die Neuorganisation des Unternehmens auf die Belegschaft haben wird, sei derzeit noch nicht absehbar, sagte der Sprecher und verwies auf entsprechende Aussagen Löschers während der Jahrespressekonferenz Anfang November.

Siemens will sich nach der Aufsichtsratssitzung am 28. November näher zu weiteren Details des Konzernumbaus äußern.

Webseite: http://www.siemens.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/brb

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