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Letzte Meldung" Großauftrag von belgischer Bank


12.10.1990 - 

IG Metall gibt der PKI-BK keine Überlebenschance mehr

MÜNCHEN (CW) - Unmittelbar bevor steht offenbar eine Ankündigung des NV-Philips-Präsidenten Jan D. Timmer über die Zukunft des Computerbereiches im Konzern. Nach niederländischen Presseberichten soll der Ausstieg aus dem Minicomputer- und PC-Geschäft bereits beschlossene Sache sein. Dies würde unter anderem, so ein Beauftragter der IG Metall, die Schließung des PC-Werkes von PKI in Siegen-Eiserfeld mit sich bringen.

Im Widerspruch dazu steht eine andere Meldung in der holländischen Presse: Zwar wird auch darin von einer Einstellung der Produktlinien P4000 und P6000 ausgegangen, PCs hingegen würden weiterhin produziert werden. Die Philips Kommunikations Industrie AG (PKI), davon ist hingegen der IG-Metall-Beauftragte Helmut Kramer laut vwd überzeugt, wird in unmittelbarer Zukunft die Schließung des PC-Werkes in Siegen-Eiserfeld und damit den Abbau von 1200 Arbeitsplätzen bekanntgeben. Der PKI-Computervertrieb soll Kramer zufolge 600 von 1100 Mitarbeitern verlieren.

Wie niederländische Brancheninsider berichten, hat Philips bereits den Vertrieb der Bürocomputer aus eigener Produktion eingestellt und will künftig nur noch OEM-Produkte vermarkten. Kürzlich war eine entsprechende Vereinbarung mit dem Systembereich von Motorola bekanntgegeben worden. Nach weiterer Einschätzung der Beobachter stehen in dem Zusammenhang 3000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, die meisten davon bei den Auslandstöchtern.

Nach Informationen von vwd zirkuliert bei Philips in Eindhoven ein vertrauliches Papier, in welchem das Überleben der Computersparte von der Zusammenarbeit mit Wettbeverbern abhängig gemacht wird. Der Umsatz der Sparte sei von 1987 bis 1989 um 20 Prozent rückläufig gewesen; für 1990 werde Philips-intern mit einem weiteren Absinken um zehn Prozent gerechnet. Bis Redaktionsschluß lag von Philips keine Stellungnahme vor. Dem Vernehmen nach ist inzwischen eine Ankündigung Timmers zur Zukunft der "Information Systems" erfolgt, deren Inhalt jedoch bei Redaktionsschluß noch nicht vorlag,

PKI Siegen meldet unterdessen einen Großauftrag: Mehr als 7000 Intel-basierte Unix-Mehrplatz-Systeme der Reihe P9000i werden, so PKI-Sprecherin Roswitha Theis, in den kommenden fünf Jahren bei der belgischen Banque Bruxelles Lambert installiert werden. Den Auftragswert gibt PKI mit rund 100 Millionen Dollar an. Die Systeme sollen in den 1000 Niederlassungen der Bank sowohl im Back-office-Bereich als auch für Selfservice-Zwecke eingesetzt werden.