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27.06.2007

IG Metall kritisiert erneut Airbus-Restrukturierungspläne

HAMBURG (Dow Jones)--Die Gewerkschaft IG Metall hat erneut deutliche Kritik an dem europäischen Flugzeughersteller Airbus geübt. "Theorie und Praxis klaffen hier immer weiter auseinander", sagte Gewerkschaftssprecher Daniel Friedrich Dow Jones Newswires. So verkünde die Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS während der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris einerseits eine Flut von Flugzeugbestellungen, treibe aber andererseits den geplanten Stellen- und Standortabbau ungehindert voran.

HAMBURG (Dow Jones)--Die Gewerkschaft IG Metall hat erneut deutliche Kritik an dem europäischen Flugzeughersteller Airbus geübt. "Theorie und Praxis klaffen hier immer weiter auseinander", sagte Gewerkschaftssprecher Daniel Friedrich Dow Jones Newswires. So verkünde die Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS während der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris einerseits eine Flut von Flugzeugbestellungen, treibe aber andererseits den geplanten Stellen- und Standortabbau ungehindert voran.

Zweifellos seien die in Paris gemeldeten 425 Festbestellungen ein großartiger Erfolg, zeige dies doch, dass Airbus sehr wettbewerbsfähige Produkte anbiete, sagte Friedrich. Die Arbeitnehmervertretung stelle sich aber die Frage, wie diese Flugzeuge produziert und pünktlich geliefert werden sollen.

Schließlich habe sich der Flugzeugbauer das Restrukturierungsprogramm "Power8" auferlegt, das die Entlassung vieler Mitarbeiter und den Verkauf von Produktionsbetrieben zum Inhalt habe. Die Gewerkschaft befürchte deswegen, dass Airbus nach der Restrukturierung nicht mehr über die Strukturen verfügen werde, die für die Produktion nötig seien.

Friedrich kritisierte zudem, dass noch nicht bekannt sei, wo der Arbeitsplatzabbau stattfinden soll. Der gewählte Begriff "indirekte Bereiche" sei nicht aussagekräftig genug. So stelle sich die Frage, wie Airbus künftig die Qualität ihrer Flugzeuge und die Kapazität bei der Neuentwicklung von Maschinen aufrecht erhalten wolle. "Power8 lässt so viele Fragen offen", sagte Friedrich.

Neben den geplanten Stellenstreichungen kritisiert die Gewerkschaft auch die vorgesehenen Verkäufe von Produktionsstandorten. "Das passt doch in vielen Teilen vorne und hinten nicht", sagte Friedrich. Airbus sei doch gerade in die Krise geraten, weil es beim neuen Großraumflugzeug A380 auch Probleme mit den Zulieferern gegeben habe. Würden jetzt Standorte verkauft, habe Airbus keinen Einfluss mehr auf diese Werke und stehe möglicherweise neuen Problemen bei der Produktion gegenüber.

Aus diesem Grund würde es die Gewerkschaft begrüßen, wenn die geplante Restrukturierung anders vonstatten gehe als geplant, sagte der Gewerkschaftssprecher. Die in den Büchern stehenden Aufträge würden die Produktionswerke für viele Jahre auslasten. Die während der Messe erteilten Orders würden diese Auslastung zusätzlich für weitere Jahre garantieren. Da müsse es doch möglich sein, auf die Entlassungen und Verkäufe zu verzichten, sagte der Sprecher.

Der Flugzeughersteller hatte während der einwöchigen Luftfahrtshow 425 Festbestellungen und 303 Kaufzusagen verzeichnet.

Webseite: http://www.airbus.com

-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,

kirsten.bienk@dowjones.com

DJG/kib/brb

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