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10.03.2000 - 

Auslagerung und Konsolidierung mit Oneworld von J.D. Edwards

Igepa will nur noch eine RZ-Welt

MÜNCHEN (qua) - Die Igepa, mit knapp zwei Millionen Mark Jahresumsatz Deutschlands größter Papiergroßhändler, lagert ihre Informatik aus und konsolidert die Rechenzentren. Bei der Gelegenheit verabschiedet sie sich auch von ihrer selbstgestrickten Anwendungssoftware, um "Oneworld" von J.D. Edwards einzuführen.

Als Großunternehmen mit mittelständischer Struktur bezeichnet Arne Kayser, Geschäftsführer der Vereinigten Papiergroßhandlungen GmbH & Co. KG, Hannover, die Igepa. Die "Interessengemeinschaft" entstand aus der Kooperation von sechs selbständigen Papiergroßhändlern. Eine Holding zeichnet für Marken- und Einkaufspolitik, Werbung und Marketing sowie die zehn ausländischen Niederlassungen verantwortlich. Nur die IT oblag bislang den einzelnen Unternehmen, weshalb es allein in Deutschland acht Igepa-RZs gibt.

Das soll sich ändern: Innerhalb der kommenden beiden Jahre wird die Igepa ihre IT in eine eigene GmbH ausgliedern und an einem Ort zusammenziehen. Damit einher geht die Investition in neue betriebswirtschaftliche Standardsoftware für zunächst 1600 Anwender. Den Programmen, auf die sich der Unternehmensverbund geeinigt hat, mangelte es, so Kayser, an integrierter Funktionalität, Mehrsprachigkeit und Vor-Ort-Experten. Bei der Suche nach Ersatz fand die Igepa das ERP-System Oneworld vom US-Anbieter J.D. Edwards, der im Wettbewerb um Aufträge von Großunternehmen meist dem Marktführer SAP unterliegt.

Kayser begründet die Igepa-Entscheidung mit vier Kriterien: Erstens habe er den Eindruck gewonnen, dass sich die Standardmodule von J.D. Edwards leichter an spezielle Anforderungen anpassen ließen. Zweitens scheue die Igepa davor zurück, sich von SAP-Spezialisten abhängig zu machen. Drittens seien die Folgekosten der J.D.-Edwards-Software leichter kalkulierbar als die von R/3. Und viertens verspreche das vor zwei Jahren auf den Markt gebrachte Oneworld einen aktuelleren Entwicklungsstand als R/3, dessen Grundlagen mittlerweile ein knappes Jahrzehnt alt seien.